Zusammenfassung
Demenz ist ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen, die das Gedächtnis, das Denkvermögen und die Fähigkeit zur Bewältigung alltäglicher Aufgaben beeinträchtigen. Österreichweit sind heute etwa 170.000 Menschen von Demenz betroffen und aufgrund der demographischen Entwicklung wird bis 2050 mit einem Anstieg auf etwa 230.000 Erkrankte gerechnet. Neue technisch-pharmakologische Entwicklungen versprechen Verbesserungen, etwa bei der Risikoeinschätzung und (Früh-)Diagnose mit Hilfe von Blutbiomarkern, künstlicher Intelligenz oder Smartphonedaten. Auch sind neue Medikamente auf Basis von monoklonalen Antikörpern in der EU zugelassen. Deren Wirksamkeit, sowie damit verbundene gesundheitspolitische Weichenstellungen stehen in der Kritik, weil sie nur für wenige Erkrankte in einer sehr frühen Phase anwendbar sind, den Verlauf bestenfalls um 30% verlangsamen können und teuer sind.