Fachinfos - Zukunftsthemen 29.05.2026

Herausforderung Demenz

In Österreich sind 170.000 Menschen von Demenz betroffen, bis 2050 etwa 230.000. Fortschritte bei Diagnose und Therapie: Blutbiomarker, KI oder monoklonalen Antikörper bieten Chancen und Risiken.

Zusammenfassung

Demenz ist ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen, die das Gedächtnis, das Denkvermögen und die Fähigkeit zur Bewältigung alltäglicher Aufgaben beeinträchtigen. Österreichweit sind heute etwa 170.000 Menschen von Demenz betroffen und aufgrund der demographischen Entwicklung wird bis 2050 mit einem Anstieg auf etwa 230.000 Erkrankte gerechnet. Neue technisch-pharmakologische Entwicklungen versprechen Verbesserungen, etwa bei der Risikoeinschätzung und (Früh-)Diagnose mit Hilfe von Blutbiomarkern, künstlicher Intelligenz oder Smartphonedaten. Auch sind neue Medikamente auf Basis von monoklonalen Antikörpern in der EU zugelassen. Deren Wirksamkeit, sowie damit verbundene gesundheitspolitische Weichenstellungen stehen in der Kritik, weil sie nur für wenige Erkrankte in einer sehr frühen Phase anwendbar sind, den Verlauf bestenfalls um 30% verlangsamen können und teuer sind.

Herausforderung Demenz / PDF, 442 KB

Monitoring Mai 2026 / PDF, 8 MB