Überblick
Es werden die Auswirkungen durch relative Konsumvergleiche ausgelöster negativer Konsumexternalitäten (asymmetrisch und nicht-atmosphärisch) auf die Struktur der effizienten Konsumbesteuerung analysiert. Die Haushalte sind nicht nur um das Referenzniveau des Konsums besorgt — das heißt sie ziehen Nutzen aus dem "Mithalten mit den anderen" — sondern zeigen auch Altruismus. Es werden zwei Gruppen effizienter Steuersysteme verglichen, die auf einem wohlfahrtsbasierten bzw. einem nicht-wohlfahrtsbasierten Optimalitätskriterium basieren. Es stellt sich heraus, dass Altruismus nicht im Widerspruch zu den externen Effekten des Konsums steht. Eine nicht-wohlfahrtsorientierte Regierung toleriert weniger Ungleichheit als eine wohlfahrtsorientierte Regierung. Im ersterem Fall reagieren die personalisierten optimalen Gütersteuersätze sehr empfindlich (kaum) darauf, ob eine Konsumexternalität asymmetrisch oder nicht-atmosphärisch ist oder nicht. Wenn keine personalisierten Gütersteuersätze verfügbar sind (zweitbester Fall), weicht der Steuersatz auf ein nicht-positionsgebundenes Gut typischerweise aus korrigierenden Gründen von Null ab. Für plausible funktionale Formen und Parameterwerte deuten numerische Simulationen darauf hin, dass die zweitbesten Steuersätze sowohl in Bezug auf das Optimalitätskriterium als auch auf die "Natur" der Konsumexternalität relativ unempfindlich sind.
Paul Eckerstorfer und Ronald Wendner (2013): Asymmetric and non-atmospheric consumption externalities, and efficient consumption taxation, Journal of Public Economics, Vol. 106 (C), S. 42‑56.