Fachinfos - Publikationen 02.06.2015

Wirkungen der kalten Progression seit der Steuerreform 2009

Überblick

In einem progressiven Einkommen­steuer­system steigt der Durchschnitts­steuersatz mit der Bemessungs­grundlage. Ohne eine Indexierung des Steuer­tarifs mit der Inflation entsteht dadurch eine inflations­bedingte steuerliche Mehr­belastung, die als kalte Progression bezeichnet wird. Der vorliegende Kommentar stellt vier zuletzt öffentlich diskutierte Berechnungen der Wirkungen der kalten Progression in Österreich zwischen 2010 und 2013 kritisch gegenüber. Dabei wird sowohl auf potentielle Verzerrungen der einzelnen Berechnungs­methoden als auch auf Vor- und Nach­teile der verwendeten Daten­sätze eingegangen. Unter Berücksichtigung der aufgezeigten Aspekte lassen sich die erheblichen Unterschiede zwischen den Ergebnissen der analysierten Berechnungen weitestgehend erklären.

Paul Eckerstorfer und Friedrich Sindermann (2015): Zur Messung der Wirkungen der kalten Progression seit der Steuer­reform 2009. Ein Kommentar, WIFO‑Monatsberichte, Vol. 88 (5), S. 455‑461.