Schulunterrichtsgesetz und Anstellungserfordernisse-Grundsatzgesetz, Änderung (10/SN-13/ME)

Stellungnahme zu Ministerialentwurf

Stellungnahme zu dem Ministerialentwurf betreffend Bundesgesetz, mit dem das Schulunterrichtsgesetz und das Anstellungserfordernisse-Grundsatzgesetz geändert werden

Bei den Stellungnahmen handelt es sich nicht um die Meinung der Parlamentsdirektion, sondern um jene der einbringenden Person bzw. Institution. Mehr Informationen finden Sie in den Nutzungsbedingungen.

Inhalt

NeBÖ begrüßt die geplante Gesetzesänderung ausdrücklich, da sie einen wichtigen Beitrag zur Akademisierung der Elementarpädagogik in Österreich leistet.
Die Professionalisierung und wissenschaftliche Fundierung dieses Berufsfeldes ist ein entscheidender Schritt, um den steigenden Anforderungen in der frühkindlichen Bildung gerecht zu werden.
Die Herausforderungen und Anforderungen im Berufsfeld der Elementarpädagogik sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Um die Qualität der pädagogischen Arbeit sicherzustellen und den Bildungsauftrag bestmöglich zu erfüllen, sind fundierte akademische Kompetenzen unerlässlich. Die Akademisierung stärkt die Profession und
trägt dazu bei, die gesellschaftliche Anerkennung des Berufsbildes zu erhöhen. Besonders begrüßenswert ist, dass verschiedene Ausbildungswege im Bereich der Elementarpädagogik weiterhin ermöglicht werden. Diese Vielfalt fördert eine heterogene Zusammensetzung der Teams, was sich nachweislich positiv auf die Entwicklung der Kinder auswirkt.
Bildungspolitisch ist es daher essenziell, die Akademisierung und Qualitätssteigerung in der Elementarpädagogik als Investition in die Zukunft Österreichs zu begreifen und mit ausreichenden Ressourcen zu unterstützen. Nur so können Talente und Potenziale frühzeitig erkannt und gefördert werden, was langfristig die Innovationskraft und
Wettbewerbsfähigkeit des Landes stärkt.
Mit der vorliegenden Gesetzesänderung sollte auch ein verstärkter Dialog mit den Bundesländern angestrebt werden, um österreichweit einheitliche Qualitätsstandards in der Elementarpädagogik zu etablieren. Nur durch gemeinsame Anstrengungen und klare Rahmenbedingungen kann ein hohes Qualitätsniveau in allen Einrichtungen
sichergestellt werden. Einheitliche Standards sind ausschlaggebend, um
Chancengleichheit für alle Kinder zu gewährleisten, unabhängig davon, in welchem Bundesland sie eine elementarpädagogische Bildungseinrichtung besuchen.

Für das NeBÖ Vorstandsteam
Natascha J. Taslimi Monika Ude

Themen

Stellungnahme von

NeBÖ- Netzwerk elementare Bildung Österreich