LETZTES UPDATE: 17.07.2017; 14:13

Die glänzenden Wände des eleganten, dunkel gehaltenen Prunkraums zur Begrüßung der Gäste sind mit beinahe schwarzem Stuccolustro überzogen. Seine Felder sind von einem roten Stuccolustro-Band eingerahmt, auf dem in der Mitte ein Palmetten-Rosetten-Fries aus vergoldeten Metallapplikationen platziert ist. Die Türgerichte wurden aus ockerfarbenem Stuckmarmor gefertigt.

Die Stuckdecke imitiert unterschiedliche Hölzer in einer Vollendung, dass sogar ein namhafter Kunsthistoriker dieser optischen Täuschung auf den Leim ging und in seiner Beschreibung von einer "geschnitzten Nussholzdecke mit Palisander-Inkrustationen" spricht. Auch die Pinienzapfen, die aus der Decke herausragen, sind aus Stuckmarmor gearbeitet.

Deckengemälde von Christian Griepenkerl, einem Schüler von Carl Rahl, stellen Genienpaare als Allegorien der bildenden Kunst, der Musik, des Schauspiels und des Tanzes sowie Sinnbilder für Harmonie, Friede, Liebe, Treue und Fleiß dar. Sie sollen die Gäste auf das Beisammensein in gemeinsamer Freude an der Kunst einstimmen.