LETZTES UPDATE: 07.09.2017; 13:39
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Neue Gesundheitsministerin Rendi-Wagner im Parlament vorgestellt

Es sei wichtig, die Menschen dabei zu unterstützen, länger gesund zu leben. Wenn sie aber krank werden, müssten sie sich auf ein qualitativ hochstehendes, effizientes und solidarisches Gesundheitssystem verlassen können. Das betonte die neue Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner bei ihrem ersten Auftritt im Parlament. Ein Dorn im Auge sind ihr etwa lange Wartezeiten auf bestimmte Untersuchungen, zudem hält sie ein modernes Primärversorgungssystem für notwendig.

Alleine werde die Gesundheitsministerin die Herausforderungen in der Gesundheitspolitik und in ihrem zweiten Aufgabenbereich, der Frauenpolitik, aber nicht bewältigen können, machte Bundeskanzler Christian Kern bei der Vorstellung Rendi-Wagners geltend. Sie brauche nicht nur die Unterstützung der gesamten Regierung, sondern etwa auch der Abgeordneten und der Länder. Als Frauenministerin will sich Rendi-Wagner unter anderem für das Schließen der Lohnschere stark machen, es brauche aber auch bessere Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Ebenso müsse man bei Gewalt an Frauen mehr hinschauen.

Rendi-Wagner ist ausgebildete Fachärztin und war zuletzt Sektionschefin sowie Generaldirektorin für die öffentliche Gesundheit im Gesundheitsministerium. Sie folgte Sabine Oberhauser nach, die Ende Februar ihrem Krebsleiden erlegen ist.

Bereits einen Tag nach ihrer Vorstellung im Nationalrat vertrat Rendi-Wagner die Regierung im Gesundheitsausschuss. Beschlossen wurden unter anderem eine Novelle zum Tierschutzgesetz und eine Verschiebung des Starts des Gesundheitsberuferegisters um ein halbes Jahr. 

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