LETZTES UPDATE: 19.09.2017; 17:56
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Online-Auktion von Parlamentsmöbeln spielt mehr als 200.000 € ein

Die vom Dorotheum durchgeführte Online-Auktion von Mobiliar aus dem Parlamentsgebäude schloss heute Nachmittag mit einem außergewöhnlichen Ergebnis. Nahezu alle angebotenen Objekte wurden ersteigert, der Gesamterlös beträgt exakt 208.160 € und fließt in das Bundesbudget.

Im Zuge der Generalsanierung des Parlamentsgebäudes muss das Haus zur Gänze geräumt werden. Ein Teil des historisch wertvollen Mobiliars wird in den verschiedenen Ausweichquartieren verwendet, der Großteil wird restauriert und im sanierten Haus wieder eingesetzt. Zur Versteigerung gelangten Möbelstücke, die ausgeschieden wurden.

Alles in allem wurde 4.500 Gebote abgegeben, davon alleine am letzten Tag rund 2.500. Den höchsten Preis erzielte mit 22.000 € die Regierungsbank aus dem Nationalratssitzungssaal. Die insgesamt 180 Abgeordnetenstühle gingen allesamt zu unterschiedlichen Preisen weg – um bis zu 1.500 €. Auch die Möbel aus dem Bundesratssitzungssaal fanden reißenden Absatz. So wurde für einen Stenografentisch 950 € geboten. Die absolute Überraschung lieferte freilich ein Servierwagen, der 5.500 € erzielte. Auch die Verkaufsquote ist laut Dorotheum mit 98 Prozent beachtlich: 308 der insgesamt 314 angebotenen Objekte wurden ersteigert.

"Wir freuen uns über dieses großartige Ergebnis", erklärt Parlamentsvizedirektor und Gesamtverantwortlicher für das Sanierungsprojekt Alexis Wintoniak. Es sei die Absicht gewesen, in einem demokratischen Sinn allen Bürgerinnen und Bürger die gleiche Chance zu geben, ein Stück jüngerer österreichischer Zeitgeschichte zu erwerben. "Die überaus rege Teilnahme zeigt auch ein lebhaftes Bekenntnis zur Institution Parlament", sagt Wintoniak.

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