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Nationalratswahl 2013: Vorläufiges Endergebnis und erste Reaktionen

Am Sonntag, den 29. September 2013, haben die ÖsterreicherInnen den Nationalrat für die XXV. Gesetzgebungsperiode gewählt. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner verkündete noch am Wahlabend das vorläufige Endergebnis. Im Anschluss trafen die SpitzenkandidatInnen der Parteien ein und gaben erste Stellungnahmen zum Wahlergebnis ab.

Nach Bekanntgabe des vorläufigen Wahlergebnisses durch die Innenministerin ergaben sich in Folge noch kleinere Verschiebungen nach Auszählung der Briefwahl- und Wahlkartenstimmen. Laut Bundeswahlbehörde kommt die SPÖ letztendlich auf 26,8 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die ÖVP erreicht 24, die FPÖ 20,5 Prozent. Die Grünen konnten 12,4 Prozent der WählerInnen für sich gewinnen, das Team Stronach 5,7 Prozent. Das BZÖ verpasste mit 3,5 Prozent den Wiedereinzug in den Nationalrat, die NEOS erreichten 5 Prozent der WählerInnenstimmen und ziehen als neue Fraktion in den Nationalrat ein. Die auch bundesweit angetretenen Piraten und die KPÖ erreichten 0,8 bzw. 1 Prozent und ziehen damit nicht in den Nationalrat ein. Die vorläufige Mandatsverteilung finden Sie in der Grafik.

Vorläufiges Endergebnis auf der Website des Innenministeriums

Erste Reaktionen der SpitzenkandidatInnen

Am Sonntagabend trafen sich auch die SpitzenkandidatInnen im Parlament, um erste Stellungnahmen zum Ergebnis der Nationalratswahl abzugeben. SPÖ-Spitzenkandidat und Bundeskanzler Werner Faymann meinte dabei, dass das Wahlergebnisse trotz der Verluste eine Bestätigung für die Arbeit der Koalition sei. Es gelte nun, eine stabile Regierung zu bilden und in den kommenden fünf Jahren alles zu tun, um das Vertrauen der WählerInnen zu rechtfertigen. Als "Denkzettel" für die beiden Koalitionsparteien bezeichnete ÖVP-Kandidat Michael Spindelegger das Wahlergebnis. Es gelte nun Projekte für einen Veränderungsschub auf Schiene zu bringen. Gefragt nach etwaigen Koalitionsvarianten wollte Spindelegger niemanden ausschließen.

Grund zum Jubeln hatte die FPÖ aufgrund der Stimmenzugewinne, wie auch Heinz-Christian Strache betonte: Er empfinde "Freude und Demut" aufgrund des großartigen Erfolgs. Die Verluste von SPÖ und ÖVP zeigten, dass die beiden Parteien die "Ausgrenzung" der Freiheitlichen beenden müssten, erklärte Strache. Trotz geringerer Zugewinne als erwartet zeigte sich Grünen-Parteiobfrau Eva Glawischnig zufrieden. Es sei das beste Ergebnis seit Gründung der Grünen erreicht worden. Glawischnig kündigte an, weiterhin gute Oppositionsarbeit leisten zu wollen.

Ein schlechteres Ergebnis als erwartet musste auch Frank Stronach vom Team Stronach einräumen. Die Tür zum Parlament sei nun jedoch aufgestoßen um neue Ideen einzubringen. NEOS-Spitzenkandidat Matthias Strolz zeigte sich hocherfreut ob des guten Abschneidens seiner Partei. Er wolle nun Lebendigkeit ins Parlament und sofern möglich auch in eine Regierung bringen.

BZÖ-Obmann Josef Bucher gab nach dem voraussichtlichen Ausscheiden des Bündnisses aus dem Parlament keine Stellungnahme im Pressezentrum des Parlaments ab.

Weiterführende Informationen

Vorläufiges Endergebnis auf der Website des Innenministeriums

Fotoalbum - Wahlberichterstattung Nationalratswahl 2013

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