LETZTES UPDATE: 14.11.2016; 14:57
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Vorstellung EU-Kommission: das Projektteam "Energieunion"

Im Rahmen unserer Reihe zur Vorstellung der neuen Kommission und deren neuer Arbeitsorganisation – die Aufteilung in sieben Arbeitsbereiche – porträtieren wir in diesem Teil den Arbeitsbereich "Energieunion":

Das Projektteam "Energieunion"  

Kommissionspräsident Juncker betraute Maroš Šefčovič (im Bild) mit der Führung des Arbeitsteams zur europäischen "Energieunion". Der Slowake war Mitglied der vorangegangenen Kommission unter Manuel Barroso, zuletzt mit Zuständigkeit für Interinstitutionelle Beziehungen und Verwaltung (2010-2014) und danach Mitglied des im Mai 2014 gewählten Europäischen Parlaments.

Šefčovič arbeitet in seinem Verantwortungsbereich mit dreizehn weiteren KommissarInnen zusammen, darunter Miguel Aria Canete, dem für Klimapolitik und Energie zuständigen Kommissar, und Umweltkommissar Karmenu Vella.

Der EU-Energiekommissar steht vor herausfordernden Aufgaben. Sein Programm umfasst

  • die Schaffung einer europäischen Energieunion durch die Integration der nationalen Energieinfrastrukturen; Durchsetzung von Rechtsetzung und Erhöhung des Wettbewerbs mit dem Ziel, die Energiekosten für die EU-BürgerInnen und die Wirtschaft zu senken und das Wirtschaftswachstum anzukurbeln,
  • die Erhöhung der Energiesicherheit aller Mitgliedsländer durch Erarbeitung von Maßnahmen, um Energieknappheit zu vermeiden, die Energieimporte zu diversifizieren und sicherzustellen, dass die EU bei Energieverhandlungen mit einer Stimme spricht,
  • die Unterstützung bei der Mobilisierung zusätzlicher Investitionen in Energienetze, Einrichtungen für erneuerbare Energien und andere Engergieinfrastruktur,
  • die Verbesserung der Energieeffizienz – insbesondere für Gebäude – mit dem Ziel eines verbindlichen Energieeinsparungsziels von 30 Prozent bis zum Jahr 2030,
  • die Koordinierung der Bemühungen der Kommission, um die EU-Ziele im Klima- und Energiebereich für die Jahre 2020 und 2030 zu erreichen.

Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bezeichnete in seinem auch an Šefčovič gerichteten Berufungsschreiben vom 1. November 2014 die Schaffung einer Energieunion als eines der prioritären Projekte seiner Kommission. Šefčovič soll entscheidende Initiativen setzen, um eine krisenfeste Energieunion mit einer zukunftsgerichteten Klimaschutzpolitik sicherzustellen.

Einen Überblick über die Mitglieder der neuen Europäischen Kommission finden Sie hier.