LETZTES UPDATE: 14.11.2016; 15:07
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Ausstellung „erfasst, verfolgt vernichtet - Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus“ bis Samstag zu sehen

Die Ausstellung „erfasst, verfolgt, vernichtet“ ist noch bis Samstag, den 30. Jänner, in Wien zu sehen. Interessierte können sie im Palais Epstein von Montag bis Freitag zwischen 9 und 16 Uhr und samstags zwischen 10 und 15 Uhr kostenlos besichtigen.

Bis zu 300.000 kranke, behinderte oder psychisch beeinträchtigte Menschen wurden während der Zeit des Nationalsozialismus in zu Vernichtungszentren umgewandelten Krankenanstalten ermordet. Diese als „Aktion T4“ bezeichnete massenhafte Tötung von Patientinnen und Patienten der Psychiatrie gilt als direkte Vorstufe des Holocaust. Auch im heutigen Österreich fielen dem Massenmord unzählige Menschen zum Opfer.

Die Ausstellung „erfasst, verfolgt, vernichtet“ beschäftigt sich mit diesem dunklen Kapitel und beleuchtet dabei unter anderem Opfer und Täter, die Frage nach dem Wert des Lebens und den Umgang mit den Geschehnissen in der Nachkriegszeit. Auszüge der Ausstellung der Gedenkstätte Steinhof „Der Krieg gegen die ‚Minderwertigen‘" ergänzen das Gezeigte.

Die ursprünglich von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde angeregte Ausstellung wurde erstmals 2014 im deutschen Bundestag gezeigt. Im Palais Epstein ist sie nun auf Initiative der Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie zu sehen.

Weitere Informationen:

Parlamentskorrespondenz Nr. 38/2016 (Podiumsdiskussion)

Fotos von der Podiumsdiskussion

Parlamentskorrespondenz Nr. 36/2016 (Ausstellung verlängert)

Parlamentskorrespondenz Nr. 25/2016 (Ausstellungseröffnung)

Fotos von der Ausstellungseröffnung