Parlamentskorrespondenz Nr. 655 vom 28.06.2011

Integration ist positives Zusammenleben

Wien (PK) – Sichtlich erfreut über die Möglichkeit mit jungen Menschen ins Gespräch kommen zu dürfen, zeigte sich Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz heute Nachmittag im Rahmen eines Workshops der Demokratiewerkstatt. Der Politiker nahm sich dabei die Zeit, den Schülerinnen und Schülern einer Integrationsklasse der Polytechnischen Schule Benedikt-Schellinger-Gasse, 1150 Wien, Rede und Antwort zu stehen.

Auf die Frage, wie denn der Tagesablauf des Staatssekretärs aussehe, antwortete Kurz, dass dieser früh beginne und sehr lange dauere. Nach der morgendlichen Besprechung nehme er Termine mit ExpertInnen, MedienvertreterInnen und NGOs wahr. Außerdem sei er bei Sitzungen im Parlament anwesend. Komme er dann spät abends nach Hause, gelte es sich für den kommenden Tag entsprechend vorzubereiten und einzulesen. Auf seine Freizeit angesprochen, erzählte Kurz, dass er diese mit seiner Freundin, seiner Familie und Freunden verbringe.

Die Hauptaufgabe eines Integrationsstaatssekretärs besteht für Kurz darin, ein positives Zusammenleben aller ethnischen, religiösen und kulturellen Gruppen herzustellen. Die Politik schaffe dabei mittels Gesetzen und Ideen die Rahmenbedingungen, mache Mut und ermögliche den Dialog. Aufgabe eines Integrationsstaatssekretärs müsse es außerdem auch sein, für die rund 1,5 Mio. Menschen mit Migrationshintergrund in Österreich als "Sprachrohr" zu fungieren. Um diesen Anforderungen gewachsen zu sein, sollte man eine verbindend-idealistische Denkweise, starke Willenskraft sowie den Vorsatz, Österreich positiv zu verändern, mitbringen.

Er selbst sei bereits früh an Politik interessiert gewesen, erklärte Kurz auf Nachfrage der SchülerInnen, und bereits im Alter von 16 Jahren politisch aktiv geworden. Die junge Generation werde vor allem mit Herausforderungen in den Bereichen Bildung, demographischer Wandel und Integration konfrontiert – drei Themen, die ihm, so Kurz, besonders am Herzen liegen. Da er im 12. Wiener Gemeindebezirk aufgewachsen sei und jeder zweite seiner Mitschüler einen Migrationshintergrund gehabt habe, wisse er, so Kurz, um die Chancen, Vorteile, aber auch Probleme, die dieses Zusammenleben mit sich bringen kann.

Der Staatssekretär zeigte sich außerdem sehr interessiert an den Zukunftsplänen der Jugendlichen, die größtenteils selbst Migrationshintergrund hatten, und gab Tipps im Umgang mit den Kameras. (Schluss)

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