Bundesrat Stenographisches Protokoll 640. Sitzung / Seite 98

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weil es doch die Klause Mauerbach gibt, wo Restaurateure tätig sind. Da könnte ich mir eine Verbindung mit der Fachhochschule vorstellen. Die jungen Baumeister könnten dorthin geschickt werden, um das eben ganz genau zu lernen und zu sehen, wie das vonstatten geht. Das könnte man für die einzelnen Bereiche auch regionsbezogen machen  Obersteiermark: Holz , und mit diesen alten Techniken, die für uns wirkliche Nischen sind  wir jammern immer darüber, daß die Arbeitsplätze verlorengehen; hier hätten wir sie , könnten wir diese Nischen füllen.

Meine Damen und Herren! Für uns  das ist eine große Mangelerscheinung  ist all dies in diesem Gesetz nicht vorhanden. Wir geben das jetzt als Anregung, vielleicht berücksichtigen Sie es bei einer nächsten Novellierung. Diesmal können wir nicht zustimmen, weil das von mir Genannte nicht berücksichtigt ist. (Beifall bei den Freiheitlichen.)

15.34

Vizepräsidentin Anna Elisabeth Haselbach: Als nächster zu Wort gemeldet ist Herr Bundesrat Mag. Strugl. Bitte.

15.34

Bundesrat Mag. Michael Strugl (ÖVP, Oberösterreich): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Wir stimmen ja alle miteinander darin überein, daß wir uns in einer Wissensgesellschaft und, wenn Sie so wollen, auch in einer Wissensökonomie befinden und in einer solchen leben, weshalb wir auch Wissen als wichtigen "Rohstoff" für die Zukunft unseres Landes anerkennen. Wir verfügen über keine Bodenschätze im engeren Sinn, können auch nicht mit Billiglohnländern konkurrieren, aber die Qualifikation der Arbeitnehmer ist es, was uns einen Wettbewerbsvorsprung im Standortwettbewerb verschaffen soll.

Durch die Einführung des Fernstudiums an den Fachhochschulen können nun auch HTL-Absolventen eine Höherqualifizierung vom HTL-Ingenieur zum Euro-Ingenieur erlangen, und ich meine, das ist auch ein wichtiger Fortschritt abgesehen davon, daß hiermit natürlich auch eine Zusage eingelöst wird. Ich begrüße ausdrücklich, daß dieser Lehrgang auch als Fernstudium eingerichtet werden soll. Wir haben in Oberösterreich an der Universität Linz seit 1992 ein Fernstudiumzentrum, wo mit 160 Studenten begonnen wurde und wo heute 700 Personen ein Fernstudium absolvieren. Die Erfahrungen sind wirklich sehr gut, auch wenn es natürlich da und dort noch Probleme gibt, gerade in den ersten Semestern.

Darum verstehe ich auch nicht, warum da und dort auch von einzelnen Oppositionspolitikern dieser Tatsache, daß man hier ein Fernstudium ermöglichen möchte, eine gewisse Zurückhaltung oder sogar Skepsis entgegengebracht wird. Ich meine nämlich, daß es sogar absolut notwendig ist, daß wir auch diese Formen des Lernens fördern. Es sind sich alle Fachleute weltweit und in Österreich darüber ... (Bundesrat Dr. Tremmel: Das hat niemand bestritten!) Im Nationalrat ist darüber auch diskutiert worden, und von Vertretern Ihrer Fraktion, etwa von Dipl.-Ing. Schöggl, wurde das dort so gesagt. (Bundesrat Dr. Tremmel: Wir sind hier im Bundesrat!) Das weiß ich, daß wir im Bundesrat sind, aber ich habe mich ja nicht darauf beschränkt. Ich habe nicht gesagt, daß "ein Bundesrat" dies gesagt hat, sondern "ein Politiker der Opposition". So habe ich es gemeint.

Und darum meine ich, wir sollten ganz im Gegenteil mutig auch auf diese Lernformen zugehen, denn es geht ja auch ein bißchen darum, daß wir in diesen Bereichen Kompetenz aufbauen und daß wir auch diese technischen Möglichkeiten in die Lernprozesse integrieren, speziell dann, wenn wir daran denken, daß es eine Zielgruppe, die HTL-Ingenieure, betrifft, der man diese Beweglichkeit nicht nur zumuten, sondern vor allem zutrauen soll. Ich sage deswegen all denjenigen, die sich hier als Bedenkenträger gezeigt haben: Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben. Ich glaube, es bleibt uns nicht erspart, auch diese neuen Wege zu beschreiten.

Es ist geplant, in Oberösterreich neben den vier anderen bestehenden Lehrgängen, die es derzeit gibt, auch einen Fachhochschul-Studiengang Mechatronik  Wirtschaft mit Fernstudienanteil zur Weiterqualifizierung von HTL-Ingenieuren einzurichten. Eines hat sich dabei besonders bewährt, nämlich  da gebe ich Dr. Tremmel durchaus recht  die enge Kooperation mit


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