auch in der Praxis zu sammeln. Dies ist speziell im Bereich der Wirtschaft eine ganz wichtige Voraussetzung.
Für den Sport, das wurde auch bereits erwähnt, gilt das Gleiche. Auch da sind die Programme so gestaltet, dass in allen Sektoren nicht formale Lebenserfahrungen und Tätigkeiten gefördert werden.
„Kreatives Europa“ wurde erwähnt. Dazu ergänzend und auch erwähnenswert, dass der Betrag, der zur Verfügung gestellt wird, immerhin 1,8 Milliarden € ausmacht, also eine Steigerung von 54 Prozent bedeutet.
Auch die Donauraum-Strategie der Union ist ein wichtiger Teil und umfasst neben den Mitgliedstaaten des Donauraumes auch Staaten, die nicht Mitglieder der Europäischen Union sind. Es wurde heute bereits mehrmals auf diese Donauraum-Strategie Bezug genommen. Sie soll die langfristige Zusammenarbeit der beteiligten Länder unterstützen. Österreich begrüßt diese europäische Zusammenarbeit.
Die Kooperation bildet zudem einen wesentlichen Schwerpunkt der Auslandsarbeit des Bundesministeriums. Vor allen Dingen auch deshalb, weil in diesem Bereich auf eine erfolgreiche Tradition und Zusammenarbeit mit den Ländern in Ost- und Südosteuropa verwiesen werden kann.
Auch die Einbeziehung von Kunst und Kultur in die soziale und wirtschaftliche Entwicklung der Donauregion und die Entwicklung geeigneter Fördermechanismen für Kunst- und Kulturprojekte sind ein wesentlicher Teil der Zusammenarbeit und ein großes Anliegen des Ministeriums.
Die Tätigkeit im Rahmen des Kopenhagen-Prozesses wurde schon erwähnt. Österreich liegt im Bereich der Berufsausbildung absolut im europäischen Spitzenfeld. Die berufliche Bildung trägt maßgeblich zur Erreichung beider Aspekte des Kernzieles Bildung bei, nämlich 40 Prozent Hochschul- oder gleichwertiger Abschlüsse und Reduzierung der Schulabbrecherquote auf unter 10 Prozent. Da liegen wir zwischenzeitlich bei 8,3 Prozent.
Ich erinnere mich noch gut an die Diskussion im vorigen Jahr, die sehr emotional war, wo es hieß: Vergesst bei der Mobilität die Lehrlinge nicht! Vergesst sie nicht, denn nur so kann europäische Integration funktionieren! Wir wissen, dass der Teil Lehrlinge eine wichtige Säule nicht nur des Bildungssystems, sondern auch unserer Wirtschaft ist.
Die österreichische Position zu den einzelnen Kapiteln ist klar formuliert. In den Stellungnahmen bekennt sich das Ministerium zur gemeinsamen Vorgangsweise, zu gemeinsam erarbeiteten europäischen Standards und zur Umsetzung der Maßnahmen innerhalb des vereinbarten Zeitrahmens.
Wir leben nun einmal in einem gemeinsamen Raum, und dementsprechend haben wir unseren Beitrag zur Gestaltung dieses gemeinsamen Raumes zu leisten. Österreich bringt sich nicht nur ein, sondern Österreich profitiert auch von der gesamteuropäischen Entwicklung.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Insgesamt liegt ein positiver Bericht vor, der mit den darin formulierten Zielen und Maßnahmen die Aufgabenstellungen der kommenden Jahre aufzeigt. In diesem Sinn wird der gegenständliche Bericht des Bundesministeriums von der ÖVP-Fraktion zustimmend zur Kenntnis genommen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Bundesräten der SPÖ.)
15.01
Präsident Gregor Hammerl: Zu Wort gemeldet hat sich Frau Bundesministerin Dr. Schmied. – Bitte.
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