das in Bildungsfragen so hochgelobte Finnland mit 8,9 Prozent noch vor Österreich liegen. Am besten liegt Slowenien mit 4,4 Prozent. Es ist daran zu arbeiten, und ich sage Ihnen, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, es ist jeder zu viel, der durch dieses System fällt. Es wird uns aber nicht gelingen – das sagt mir meine Erfahrung als Lehrer –, diese Quote auf null zu senken. Wir sind da jedoch auf einem guten Weg.
Wir haben auch gehört, dass wir sozusagen die obere Marke, was die Qualifikation im tertiären Bildungssektor betrifft, wo 40 Prozent das Ziel sind, mit über 38 Prozent schön langsam erreichen. Hier geht man auf dem richtigen Weg, wobei man immer auch das eine mit dem anderen vergleichen soll, und da wissen wir, dass gewisse Berufsqualifikationen, die in anderen europäischen Ländern zum tertiären Bildungssektor zählen, in Österreich nicht dabei sind.
Ich habe diese Punkte schon erwähnt und darf auch noch einmal zum Programm Erasmus+ kommen: eine tolle Sache! Ich habe in der Ausschusssitzung dazu auch eine Frage gestellt, weil ich weiß, dass wir an unserer Schule über ein Comenius-Projekt so ein Projekt laufen hatten, das jetzt auch in Erasmus+ hineinfällt. Wir haben gehört, in diesem Jahr stehen dafür 28 Millionen € zur Verfügung. Es hat aber – darüber wurde ich aufgeklärt, und die Mitarbeiterin des Ministeriums ist, glaube ich, heute hier – auch dort Nachjustierungen gegeben.
Es war mit dieser ersten Überführung in Erasmus+ nicht ganz so einfach für die Betroffenen, diese Dinge zu managen. Dort hat es Nachbesserungen gegeben, sodass es jetzt möglich ist, dass auch wieder Schülerinnen und Schüler unter 14 Jahren an solchen Reisen teilnehmen. Ich glaube, das ist ganz, ganz entscheidend, und möchte das unterstreichen, was auch Kollegin Kurz angesprochen hat: All diejenigen Jugendlichen, die einmal über den Tellerrand hinausblicken durften und andere Länder kennengelernt haben, andere Jugendliche, und sich mit denen unterhalten haben – dort stellt man auch fest, das ist der beste Weg, um Fremdsprachen zu lernen –, die kommen drauf, dass dieses Europa und weiter darüber hinaus auch eine große Herausforderung ist. All das, was man dort gesehen und erfahren hat, ist etwas, was einen für sein Leben prägt.
Ich war davon beeindruckt, dass vor drei Jahren bei uns in der Polytechnischen Schule zwei dänische Kinder ein Schuljahr absolviert haben. Dort ist es möglich, das zehnte Schuljahr sozusagen freiwillig in irgendeiner Schulform zu absolvieren; sie sind nach Österreich gegangen, um die deutsche Sprache zu lernen. Noch heute bestehen Kontakte zu diesen jungen Damen und Herren, muss man jetzt sagen. Das ist etwas, was verbindet und was ganz, ganz wichtig ist! Diese Verbindungen in Europa können wir über die Jugend verbessern, das ist ein ganz wesentlicher Punkt.
Die Donauraumstrategie wurde auch schon angesprochen. Ich denke, dass eine Zusammenarbeit dieser Länder – davon sind EU-Länder umfasst, aber auch Beitrittskandidaten sowie Moldawien und die Ukraine, eine derzeitige Krisenregion – eine Chance dafür ist, in einer bestimmten Region Europas, die eine lange gemeinsame Geschichte hat, wieder ein Stück näher zusammenzurücken.
Das Thema Bildung wird uns heute ja noch einmal beschäftigen. Ich denke, dass über die nationalen Vorhaben hinaus eine europäische strategische Planung im Bereich der Bildung etwas ganz Wesentliches ist und dass wir von unserer Fraktion die Inhalte dieser Strategischen Jahresplanung unterstützen werden. – Danke. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
13.52
Präsidentin Sonja Zwazl: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Bundesrat Dönmez. – Bitte.
HomeSeite 1Vorherige SeiteNächste Seite