ten unterstützt werden. Insgesamt waren es 780 Millionen €, die in diesem Bereich an Investitionsvolumen zur Verfügung gestellt worden sind.
Tatsache ist: Wir werden in Zukunft, wenn wir – und das muss man absolut dazusagen – in der Lage sind, weiter mit der Bundeswirtschaftskammer, mit der Österreich Werbung, mit den Ländertourismusorganisationen, mit den tollen Betrieben, die wir haben, die bereit sind, in den Tourismus zu investieren, zusammenzuarbeiten, ein Angebot schaffen, dass uns möglich macht, dass wir für die Zukunft wettbewerbsfähig sind. Dieser Bericht von 2014 bringt das zum Ausdruck.
Ich bin zuversichtlich, dass es 2015 wieder so sein wird. Vor allem der Städtetourismus legt jährlich zu. Da muss man sagen: Die Städte gehen da sozusagen mit der Flagge voraus!
Ich bin der Meinung, dass Österreich ein tolles Tourismusland ist. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Bundesräten der ÖVP.)
19.48
Vizepräsidentin Inge Posch-Gruska: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Bundesrat Schreuder. – Bitte.
19.48
Bundesrat Marco Schreuder (Grüne, Wien): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Bevor Kollegin Junker sich bei meiner Rede so empört wie bei der Rede zuvor, erzähle ich ihr lieber vorab, dass ich mich schon sehr auf meine Sommerfrische in Tirol freue. (Bundesrätin Junker lächelt.) – Jetzt habe ich ihr ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Das wollte ich erreichen. Also, ich freue mich auf Osttirol in diesem Fall. (Bundesrat Dörfler: Westkärnten!) – Kärnten kommt ein anderes Mal dran, sorry, man kann ja nicht in jedem Bundesland Urlaub machen. Aber ich kann Ihnen sagen, Herr Kollege Dörfler, Wien ist sehr schön, zum Beispiel. (Bundesrat Dörfler: Ich bin gerne in Wien!) Kulturtourismus in Wien ist eine schöne Sache.
Ich fand die Tourismusdebatte jetzt gerade wirklich sehr interessant. Allerdings sollte man schon auch einmal sagen – ich hatte jetzt dieses Gefühl –, dass die Debatte hier sehr stark in die Richtung geht, dass wir in Österreich allein die Tourismuspolitik gestalten können und nur hier. Wir können sehr viel gestalten, allerdings kann man den Tourismus und die Tourismuswirtschaft nicht von internationalen Entwicklungen unabhängig machen.
Tatsache ist, dass in dem Berichtszeitraum, den wir vorliegen haben, natürlich ein Konflikt – ich rede von Russland und der Ukraine – sehr starke Auswirkungen auf den Tourismus hatte. Es ist keine Frage, dass wir einen starken Einbruch von fast 8 Prozent bei russischen Touristen hatten. Aber es ist vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise und auch des schwachen Rubels, den Russland derzeit hat, nicht zu erwarten, dass sich das in den nächsten Wochen und Monaten verbessern wird. Aber es gibt – und das kann man ja erfreulicherweise dazusagen – natürlich auch Wachstumsmärkte.
Das größte Wachstum an Gästen hatten wir bei Menschen aus China mit nahezu 18 Prozent plus, US-Amerikanern mit 9 Prozent plus, aber – und das ist gleichfalls sehr erfreulich – auch unsere unmittelbaren Nachbarn kommen vermehrt nach Österreich. Aus den Ländern Polen, Slowakei, Kroatien, Spanien, Rumänien gibt es starke Pluszahlen zu vermelden. Übrigens interessanterweise nicht nur bei den Gästen, die zu uns kommen, sondern auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Tourismusbetrieben, denn ohne Europäische Union – das sage ich auch in Richtung Freiheitliche Partei – und ohne einen liberalen Arbeitsmarkt innerhalb der Europäischen Union könnten die Tourismusbetriebe gar nicht mehr arbeiten.
Die ungünstige Wirtschaftslage hat somit natürlich auch ihre Spuren hinterlassen, wie man in diesem Tourismusbericht nachlesen kann, wobei man eben nicht – da hat mein
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