Wichtig ist auch das Energieeffizienzgesetz: Es enthält neue Bestimmungen und Möglichkeiten auch für Tourismusbetriebe. Dadurch können diese nicht nur finanzielle Sparpotenziale ausschöpfen, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Immer mehr Betriebe betreiben Nachhaltigkeit und Umweltschutz und haben dadurch einen Vorteil, weil immer mehr Gäste nach diesen Kriterien ihre Urlaubsentscheidungen treffen.
Einen weiteren Wettbewerbsvorteil sehe ich auch in der Barrierefreiheit als Qualitätsmerkmal, die aufgrund der demographischen und gesellschaftlichen Entwicklung immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Das Burgenland hat in den letzten Jahren durch seine Thermen, seine vielfältigen kulturellen Veranstaltungen und ein gut ausgebautes Radwegenetz von fast 2 500 Kilometern seine Nächtigungszahlen von 2,1 Millionen im Jahre 1994 auf 2,9 Millionen im Jahre 2014 steigern können.
Gerade heute, bei dieser historischen Sitzung mit der Europastunde, ist erwähnenswert, dass der Beitritt zur Europäischen Union diesen Aufholprozess unseres Heimatlandes maßgeblich beschleunigt hat. Viele Investitionen und Qualitätsverbesserungen wurden erst durch die Kofinanzierung von EU-, Bundes- und Landesmitteln möglich. Das kann ich als Obmann von LEADER-Südburgenland nur bestätigen.
Aber vor allem ist es der Freundlichkeit der Gastgeber, der schönen Naturlandschaft und natürlich auch dem guten Wein zu verdanken, dass Gäste immer wieder gerne kommen. Kreativität ist gefragt! Zum Beispiel ist Wohnen in einem Kellerstöckl mitten im Weinberg ein außergewöhnliches Angebot.
Die burgenländischen Weine zählen zu den besten der Welt. Viele Winzerinnen und Winzer sind weit über die Grenzen bekannt. Die Weinidylle Südburgenland, das kleinste Weinbaugebiet des Burgenlands und auch eines der kleinsten in Österreich, hat vieles zu bieten: gute Rot- und Weißweine und die urtümliche Spezialität der ganzen Region – dafür sind wir weit über die Grenzen bekannt –, den Uhudler. (Heiterkeit bei der ÖVP.) Neben dem guten Geschmack ist sein zusätzlicher Vorteil, dass er ein reines Naturprodukt ist. Als Direktträger ist er resistent gegen die Reblaus und gegen Pilzkrankheiten, weswegen kein chemischer Pflanzenschutz notwendig ist.
Allein die Diskussionen in den letzten Wochen wegen des Auspflanzverbots bestätigen deutlich, wie verwurzelt der Uhudler im Südburgenland ist und dass er auch ein wichtiger Werbebotschafter ist. Symbolisch, Herr Staatssekretär, übergebe ich Ihnen als Werbemittel dieses Geschenk. (Der Redner überreicht Staatssekretär Mahrer in einen Karton verpackte Flaschen. – Allgemeine Heiterkeit sowie allgemeiner Beifall.) Das ist eines der neuen Produkte, ein Uhudler-Frizzante!
Geschätzte Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Da das heute meine letzte Sitzung im Bundesrat sein wird, weil ich in den Landtag wechseln werde, danke ich Ihnen allen für die wirklich gute Zusammenarbeit und auch für das gute Klima über alle Grenzen hinweg, das ich in den letzten fünf Jahren hier im Bundesrat erleben durfte.
Stellvertretend für alle PräsidentInnen, die in dieser Zeit diese Funktion ausgeübt haben, danke ich dir, Wirtschaftskammerpräsidentin Sonja Zwazl, für die vorzügliche Bundesratspräsidentschaft im letzten Halbjahr und für deine Initiativen für die Jugend, für Europa und für die Gedenkinitiativen, insbesondere jene das Attentat von Oberwart betreffend, die Buchpräsentation, die du auf Initiative der Vizepräsidentin Inge Posch-Gruska durchgeführt hast. (Bundesrätin Zwazl: Bitte!) Wie wir auch heute zum Gedenkjahr gehört haben, ist das stete Erinnern an diese schreckliche Zeit sehr wichtig, richtig und notwendig.
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