stärkt werden. Ein Projekt, das Donau Soja-Projekt in Niederösterreich, zeigt sehr klar, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind. Gentechnikfrei, kontrolliert und aus regionaler Produktion wird über einen Verein die Sojaproduktion auf neue Beine gestellt und damit auch die gesamte Wertschöpfungskette inkludiert. Mit 34 Tonnen Sojaproduktion ist jedoch auch diese Menge noch ausbaufähig und der Plafond nach oben weiterhin sehr offen.
Ebenso muss es eine Pflanzenölproduktion geben, die hier auch verstärkt im Biodieselsektor eingesetzt werden kann. Ich darf hier noch eine wesentliche Entwicklung aufzeigen, da sie einen Teil der derzeitigen Situation der agrarischen Entwicklung darstellt. Die Stellung der Frau ist eine bedeutende und vor allem eine tragende Rolle in der Landwirtschaft geworden.
Immerhin übernehmen rund 40 Prozent der Frauen die Betriebsleiterinnen-Funktion, wobei vor allem im östlichen Sektor – sprich Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg – ein erhöhter Anteil festzustellen ist, und im Westen ist noch klar ein eher geringerer Anteil zu erkennen.
Trotz alledem wissen wir, dass die Doppel- und Mehrfachbelastung der Frauen in dieser betriebsführenden Stellung sehr anspruchsvoll ist und immer wieder hohen Einsatz gerade von den Frauen abverlangt, sei es im sozialen, im wirtschaftlichen Bereich, aber auch im Zusammenhalt dieser Familien.
Abschließend noch ein Wort zu den Ausgleichszahlungen und deren Notwendigkeit. Die GAP-Reform sichert die Einkommen unserer land- und forstwirtschaftlichen Betriebe weiterhin bis 2019. Die GAP-Reform – all das auf neue Füße gestellt, in einem Regionalmodell neu aufgestellt – ändert nichts an der Notwendigkeit, diese Gelder für Leistungen zu verwenden, die über den Produktpreis nicht erzielbar sind und auch nicht bezahlt werden, und die Leistungen, die heute seitens der Land- und Forstwirtschaft getragen werden, auch zu honorieren.
Von der produktiven Vielfalt, von den Veredelungsbetrieben über extensive Betriebsführung, bis hin zu Biobetrieben, Almenbewirtschaftung und -produktion und diversen neuen Produktsparten, bis hin zur Diversifizierung in der Landwirtschaft, Urlaub am Bauernhof: All das ist eine Produktpalette, die sich sehen lässt, eine Vielfalt, die es in den letzten Jahrzehnten – eigentlich erst durch diese Gelder und durch diese neuen Wege – ermöglicht hat, den bäuerlichen Betrieben neue Perspektiven zu geben. All das hat letztendlich auch bewirkt, dass wir im europäischen Schnitt trotz der Kleinstruktur immer noch im vorderen Feld liegen, wenn es darum geht, mit kleinsten Flächen Produktivität zu erzielen.
Nichtsdestotrotz kämpfen unsere Betriebe um ihr Einkommen, und daher ist es notwendig, diese Gelder auch zukünftig zu erhalten. Der Grüne Bericht hat es klar gezeigt: Die öffentlichen Gelder sind Teil des Einkommens, sie sind bis zu einem Drittel Bestandteil des Einkommens der Betriebe und damit auch überlebensnotwendig.
Lebensqualität: All das steht dabei im Mittelpunkt. Und eines muss uns immer bewusst sein: Wir alle nutzen den ländlichen Raum und erfreuen uns daran. In diesem Sinne werden wir diesem Grünen Bericht zustimmen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Bundesräten der SPÖ.)
14.02
Präsident Gottfried Kneifel: Als Nächste zu Wort gelangt Frau Bundesrätin Ebner. – Bitte.
14.03
Bundesrätin Adelheid Ebner (SPÖ, Niederösterreich): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Wir haben heute die Mög-
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