nologieentwicklungsbericht einer der wichtigsten Berichte, die es in unserer Gesellschaft und in unserer Zeit überhaupt gibt. Forschung, Entwicklung und Technologie spielen in jeden Bereich unseres Lebens hinein. Verabschieden wir uns von Forschung und Technologieentwicklung, dann könnten wir genauso gut wieder in Höhlen zurückkehren und hoffen, dass wir nicht vergessen, wie man Feuer macht.
Dieser Bericht dient dazu, aufzuzeigen, wie wir eine Stärkung im Bereich Forschung, Technologie und Innovation erreichen können. Ein ganz besonderes Ziel ist es, Österreich stärker zu machen und bis zum Jahr 2020 ins internationale Spitzenfeld zu bringen. In diesem Bericht wird nicht nur analysiert, es wird auch aufgezeigt, wie wir dieses Ziel erreichen können. Ein Hauptthema ist natürlich auch die monetäre Ausstattung der Bereiche, die hier besonders gefördert werden müssten. Dazu zählen in erster Linie die Universitäten, aber auch unser Bildungssystem im Ganzen. Im Bereich der Universitäten sind Maßnahmen bei der Finanzierung und im organisatorischen Bereich zu setzen. Unsere Universitäten sind also nicht mehr für den Zug der Zeit gewappnet.
Bei der Finanzierung oder bei der budgetären Ausstattung für Forschung und Technologieentwicklung hat Österreich zum ersten Mal die 10-Milliarden-€-Grenze überstiegen. Das bedeutet, dass wir also eine Forschungsquote von 3,01 Prozent haben; in diesem Bericht wird aber empfohlen, diese Forschungsquote weiter zu erhöhen.
Ein nicht unwesentlicher Teil in diesem Bericht betrifft die Modernisierung unseres Bildungssystems. Wie schon gesagt, sind nicht nur im universitären Bereich Maßnahmen zu setzen, sondern ganz speziell und auch sehr wichtig sind die Veränderungen im Bereich der Bildung der Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren. Hier wird der Grundstein für das zukünftige Leben gelegt, und wir sind hier in Österreich wahrlich nicht besonders gut ausgestattet. Es kann nicht sein, dass wir froh sind, dass Kaiserin Maria Theresia die Schulpflicht eingeführt hat, und wir diese seit dieser Zeit fast unverändert weiterführen. Zugegeben, das ist schon ein wenig überspitzt gesagt (Bundesrat Schennach: Find’ ich auch!), aber es soll nur verdeutlichen, dass es höchst an der Zeit ist, das Bildungssystem zu verändern.
Österreich ist bei der Beschäftigungsquote, dem BIP-Anteil pro Kopf und bei den Arbeitslosenzahlen eines der erfolgreichsten Länder der Welt. Auch beim Leistungsbilanzüberschuss liegen wir im Spitzenfeld.
Eine notwendige Maßnahme ist eine Verbesserung der Migration und Integration. Durch Verbesserungen der Integration – und nicht nur im Bereich der akademischen Migration – muss eine höhere Akzeptanz in der Bevölkerung erreicht werden. Wenn die Österreicher und im Gegenzug die Migrantinnen und Migranten die gegenseitigen Kulturen nicht verstehen und nicht akzeptieren, kann dies nur zu einem weiteren Abrutschen Österreichs im internationalen Ranking führen.
Österreich ist im Gesamten gesehen auf einem guten Weg; es bedarf aber noch einiger Anstrengungen – und nicht nur finanzieller Ausstattung –, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Ich persönlich bin aber optimistisch, dass uns dieses Vorhaben gelingen wird, wenn wir über Partei- und ideologische Grenzen hinweg für Österreich und unsere Bevölkerung arbeiten. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
16.39
Vizepräsident Mag. Harald Himmer: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Bundesrätin Junker. – Bitte.
16.39
Bundesrätin Anneliese Junker (ÖVP, Tirol): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Der jährliche Bericht, den wir da in den Händen halten, spiegelt eigentlich das wider, was die Wirtschaft schon seit Jahren
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