BundesratStenographisches Protokoll881. Sitzung, 881. Sitzung des Bundesrates am 28. Juni 2018 / Seite 177

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Österreich mit der Verkehrsauskunft Österreich die innerösterreichischen Grenzen be­reits überschritten wurden, widmen sich andere Projekte diesem Thema aus regionaler Sicht, mit dem Ziel, dem Endkunden grenzüberschreitende Reiseinformationen zur Verfügung zu stellen.

Im Schienenverkehr gibt es das Rail Emergency Management, das alle Abweichungen des normalen Zugbetriebs aufzeichnet. Um den Informationsfluss zu den Kunden zu verbessern, wurde ein Störfallinformationstool entwickelt. Videoüberwachung im Bahn­bereich der ÖBB soll Daten zur Fahrgastzahl und auch zur Steigerung der Sicherheit beisteuern. Mit einem Investitionspaket verbessern die ÖBB, das BMVIT und die drei Mobilfunkbetreiber den Ausbau der Mobilfunknetze entlang der wichtigsten Bahn­strecken.

Ein sich änderndes Mobilitätsverhalten erfordert die innovative Verarbeitung von Ver­kehrs­daten. Ein Beispiel dafür, wie auf den Wandel einer digitalisierten Gesellschaft reagiert wird, ist Flow, ein Projekt, das basierend auf Echtzeitmessungen von Ver­kehrsdaten eine bessere Verkehrsinformation zur Erhöhung der Verkehrssicherheit ermöglicht.

Ich danke ebenfalls wieder den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des BMVIT für die umfangreiche Tätigkeit und auch Ihnen, Herr Minister, für Ihren Einsatz. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)

19.15


Vizepräsident Dr. Magnus Brunner, LL.M.: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Bundesrat Wolfgang Beer. Ich erteile es ihm.


19.15.23

Bundesrat Wolfgang Beer (SPÖ, Wien): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Sehr geehrte Abgeordnete! Man sieht, wenn es um diese Dinge geht, kommen immer dieselben ans Rednerpult, wir haben nur die Reihenfolge ein wenig verändert.

Der Verkehrstelematikbericht 2017 zeigt uns, welche Möglichkeiten es geben wird, was wir alles noch vor uns haben und welche Bereiche wir wirklich sehr stark berück­sichtigen müssen.

Zuerst einmal möchte ich auch darauf hinweisen, und man kann es wirklich nicht oft genug sagen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen ausgezeichneten Bericht erstellt haben. Er ist gut gegliedert, übersichtlich, verständlich aufbereitet und mit we­sentlichen Basisinformationen ausgestattet. Möchte man kurzfristig Informationen haben, so findet man diese wirklich in kürzester Zeit.

Wir haben schon davon gehört, dass intelligente Verkehrssysteme, intelligente Trans­port­systeme, aber auch die Graphenintegrationsplattform und ein Echtzeitverkehrs­infor­mationssystem mit einer Asfinag-App forciert werden. Ich muss sagen, ich setze sehr große Hoffnungen und Erwartungen in dieses Echtzeitverkehrs­informations­sys­tem in Verbindung mit einer Asfinag-App, denn dann passiert es vielleicht nicht, dass ich im Stau stehe und im Verkehrsfunk höre: Vorsicht, Stau bildet sich gerade. – Nein, ich stehe schon mittendrin! (Bundesrat Bader: Wenn du der Erste bist!) – Wenn man der Erste im kilometerlangen Stau ist: Gott sei Dank bin ich der Erste!

Was wir uns aber auch sehr gut anschauen müssen, ist der Bereich automatisiertes Fahren. Es gibt in Österreich seit 2015 ein Projekt über das automatisierte Fahren, und die IT-Lösungen, die es dazu gibt, sind alle noch nicht sehr ausgereift. Man muss sehr Bedacht darauf nehmen, ob die Menschen das eigentlich wirklich wollen, und man muss Bedacht darauf nehmen, dass man damit Arbeitsplätze wegrationalisiert. Gibt es selbstfahrende Autos, dann brauche ich keine Taxifahrer mehr, diese brauche ich dann


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