mit Messgrößen, hinterlegt sind, und mit Zielwerten. Das heißt, es ist möglich, diese Leistungsvereinbarungen laufend zu monitoren und auch zu adaptieren, wenn sich die Rahmenbedingungen geändert haben und sich dadurch zwangsläufig auch Ziele verändern.
Auf der anderen Seite steht die Verpflichtung des Bundes zu finanzieren. Das belief sich in der vergangenen Leistungsperiode, also für diese drei Jahre, für die Montanuniversität auf 139,2 Millionen Euro plus ein Strukturbudget.
Wir stehen jetzt vor folgender aktuellen Situation: Es soll mit 1. August die entsprechende Verordnung, da die Finanzmittel klar sind, in Kraft treten, und dann werden die Leistungsvereinbarungen mit den einzelnen Universitäten geschlossen.
Ich freue mich auch, dass darin gewisse außerordentliche Vorhaben für Infrastrukturprojekte wie, wie ich mit Freude hören durfte, das neue Studien- beziehungsweise Hörsaalzentrum in Leoben, die außerhalb dieses Budgetrahmens finanziert werden, angeführt werden, die angeblich gesichert sind – dafür möchte ich mich bedanken.
Abschließend noch ein Wort zu Erasmus: Es freut mich ganz besonders, dass die Internationalisierung unserer Jugend einen hohen Stellenwert hat und gefördert wird. Ich sehe es in meinem eigenen Unternehmen, wie wichtig es ist, junge Kräfte zu finden, die Auslandserfahrung schon mitbringen, die ihren Horizont erweitern konnten und die bereit sind, auch in ihrem beruflichen Leben ins Ausland zu gehen und dort tätig zu werden. Manchmal habe ich nämlich den Eindruck, dass das immer schwieriger wird und die Stubenhockermentalität überhandnimmt. Deshalb ist gerade das Erasmus-Programm besonders wichtig, um dieser Tendenz entgegenzuwirken.
Ich danke und wünsche Ihnen viel Erfolg in Ihrer Tätigkeit als Minister und viel Glück – das gehört auch dazu. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
10.17
Präsidentin Inge Posch-Gruska: Danke sehr.
Als Nächster zu Wort gemeldet ist Bundesrat David Stögmüller. – Bitte schön.
Bundesrat David Stögmüller (Grüne, Oberösterreich): Liebe Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Kolleginnen und Kollegen! Ja, uns freut es ganz besonders, wenn der grüne Entschließungsantrag – damals aus dem Nationalrat – jetzt auch endlich bei den Universitäten und Fachhochschulen ankommt. Er ist damals von der SPÖ, von den Grünen und von der FPÖ beschlossen worden; die ÖVP hat damals nicht zugestimmt. Das soll dem Wahlkampf geschuldet sein – Hauptsache, er kommt bei den Universitäten an, das ist das Wichtigste.
Es ist auch wirklich erfreulich, wenn auf grünen Nachdruck neue Stellen für ProfessorInnen geschaffen werden und mehr Geld in die Unis und FHs sowie in die Einrichtung von akademischen Start-ups investiert wird. Das ist, denke ich, sehr erfreulich und sollte uns alle motivieren, hier auch weitere Schritte für die Universitäten zu setzen.
Dieser Erfolg wird jedoch davon überschattet, dass nach wie vor eine längerfristige Absicherung für den tertiären Sektor fehlt. Das Versprechen ist eigentlich ganz einfach erklärt: 2 Prozent des BIP werden seit Ewigkeiten und immer wieder versprochen, aber die längerfristige Finanzierung des tertiären Bildungsbereichs über diesen Entschließungsantrag hinaus ist noch nicht abgesichert. Wir bilden hierbei das beschämende Schlusslicht, denn das Resultat einer chronischen Unterfinanzierung des Hochschulsektors sind schlechte Studienbedingungen und Betreuungsverhältnisse. Daraus resultieren wiederum viele Langzeitstudierende und weniger Abschlüsse, ergo eine niedrigere AkademikerInnenquote.
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