Viel fehlt nicht mehr: Mit einem lachenden und einem weinenden Auge, aber stark in meinem alemannischen Herzen verabschiede ich mich nun. Ich wünsche euch alles Gute. Macht es gut! Ich habe fertig! – Edgar Mayer aus dem Ländle. (Lang anhaltender, stehend dargebrachter allgemeiner Beifall. – Die BundesrätInnen der ÖVP halten Tafeln mit der Aufschrift „Danke Edgar“ und einem Smiley darauf in die Höhe.)
17.29
Vizepräsident Ewald Lindinger: Danke, Edgar, für deine ausführliche letzte Rede. Ich wünsche dir alles Gute, viel Gesundheit und viel Freude mit deiner gewonnenen Freizeit. Ich werde im Herbst in Vorarlberg sein, vielleicht haben wir Zeit für ein Gläschen. (Bundesrat Mayer: Ich zahle die Getränke!)
Es liegt noch eine weitere Wortmeldung vor: Reinhard Todt ist zu Wort gemeldet. – Ich erteile dir dieses.
Bundesrat Reinhard Todt (SPÖ, Wien): Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen! Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Lieber Edgar! So einfach geht es natürlich nicht, dass du einfach gehst, ohne noch etwas zu hören, immerhin warst du 14 lange Jahre im Bundesrat.
Mir sind zwei Vorarlberger in Erinnerung, der eine ist ein legendärer Vorarlberger, nämlich Jürgen Weiss, und der andere ist Edgar, der würdige Nachfolger des Jürgen Weiss. Ich glaube, er hat genauso gut den Föderalismus repräsentiert, du hast die Subsidiarität repräsentiert, du hast hier im Bundesrat dein Bundesland repräsentiert. Dazu gratuliere ich dir recht herzlich.
Edgar Mayer hat es sehr ausführlich dargestellt, und ich würde ihn als Mister EU im Bundesrat oder Mister EU-Ausschuss oder Mister Subsidiarität bezeichnen. (Bundesrat Mayer: EU-Mayer!) – Genau, „EU-Mayer“, gut gesprochen! (Heiterkeit und Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Du hast es wirklich perfekt dargestellt, ihr habt wirklich sehr viel erreicht und damit natürlich auch das Ansehen des Bundesrates in der Europäischen Union sehr gut dargestellt und vor allen Dingen repräsentiert. Das ist, glaube ich, wichtig, und ich würde auch sagen, dass wir sehr davon zehren, dass ihr diese Arbeit im EU-Ausschuss macht. Ich wünsche mir, dass das so gut fortgesetzt wird.
Du warst zwei Mal Präsident, und während einer gemeinsamen Auslandsreise nach Irland hast du leidenschaftlich erzählt, wie das mit dem Brexit sein wird, mit Nordirland – und vieles andere mehr, weil du das selbst erfahren hast, weil ihr das selbst gesehen habt. Damit war das für mich auch plastisch erlebbar.
Eine Anekdote, die ich mit dir bei einer Auslandsreise erlebt habe, möchte ich gerne erzählen: Es war in Marokko, du warst Präsident, wir waren damals eine Delegation. Ich glaube, Monika (in Richtung Bundesrätin Mühlwerth), du warst auch mit (Bundesrätin Mühlwerth: Nein, die Conny Michalke war mit!), genau, eine Vorarlbergerin war mit (Bundesrätin Mühlwerth: Genau, zwei Vorarlberger!), ja, richtig. Am Abend gab der Präsident des Senates ein großes Fest, es gab vorher ein Abendessen, alles war wunderbar und fand in einem riesigen Areal statt. Und dann gab es etwas, das wirklich imposant war, es gab nämlich Edgar zu Ehren Reiterspiele. Dieser ist in der Mitte gesessen und musste das abnehmen. Zum Schluss – und das war das Schönste, was es gegeben hat – wurden mit flammenden Fackeln die Buchstaben seines Namens, Edgar Mayer, geschrieben. Man hat den Namen Edgar Mayer richtig gut gesehen. (Bundesrat Mayer: Sogar Mayer richtig geschrieben, die Marokkaner! – Heiterkeit bei der ÖVP.) – Richtig, eine wunderbare Geschichte! Das war schon sehr imposant.
Edgar hat es erzählt, man spürt im Ausland die Bedeutung des Bundesrates und die Wertschätzung, die einem entgegengebracht wird, und an dieser Stelle war das ganz besonders zu sehen.
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