den konnten und dass es auch in den nächsten Tagen und Wochen zu weiteren Lockerungen kommen wird.
Werte Kolleginnen und Kollegen, lassen wir doch die letzten Wochen etwas Revue passieren. Wir alle haben uns daran gehalten, unsere sozialen Kontakte auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Wir haben liebe Menschen nicht treffen können, ich denke da vor allem an meine beiden kleinen Töchter, die Oma und Opa ganz besonders vermissen. Geschäfte mussten geschlossen halten, wir konnten uns nicht einmal auf einen schnellen Kaffee unter Freunden treffen, Feiern mussten abgesagt werden. Wir konnten nicht ins Theater und ins Kino auch nicht. Wir haben wirklich alles gemacht, um diese Krise zu meistern und die weitere Ausbreitung dieses Virus zu verhindern.
An dieser Stelle darf ich noch einmal meinen Dank aussprechen, nämlich unserer Bundesregierung, allen voran und an der Spitze Kanzler Sebastian Kurz (Bundesrat Schennach: Ui, ui, ui!), Vizekanzler Werner Kogler und unserem Gesundheitsminister Rudolf Anschober. – Vielen herzlichen Dank! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Mit ihrer Achtsamkeit und mit dem Weitblick der Bundesregierung ist es gelungen, unser Land bis jetzt auf Kurs zu halten. Wir haben die erste Phase der Pandemie tatsächlich sehr gut überstanden, ich glaube, das kann man jetzt einmal mit Fug und Recht behaupten.
Unser Ziel muss es aber weiterhin sein, unser aller Gesundheit zu schützen, denn wenn wir diesen Weg jetzt verlassen würden, wenn es zu einem Wiederaufflammen eines Infektionsherdes kommen würde, zu einem Wiederanstieg der Neuinfektionsrate, dann hätten wir nicht nur ein gesundheitliches und ein gesundheitspolitisches Problem, sondern dann hätten wir noch viel größere wirtschaftliche Probleme.
Und all jenen, die in den letzten Tagen ein bisschen flapsig waren, und allen Verschwörungstheoretikern möchte ich eines ganz besonders ins Stammbuch schreiben (Bundesrat Steiner: Da kenne ich aber auch einen ganz gut, einen Verschwörungstheoretiker!): Dieses Virus, Kollege Steiner, dieses Virus ist gefährlich! Wir haben noch keine Impfung dagegen, wir haben kein spezielles Medikament.
Zum Zweiten: Die Zahlen – Bundesminister Anschober hat es heute schon eindrucksvoll dargelegt – sprechen eine eindeutige Sprache; allein Schweden: vier Mal mehr Tote als Österreich! Oder denken Sie an die Bilder aus Italien, Spanien oder den USA. (Zwischenruf der Bundesrätin Grimling.)
Und zum Dritten: Unsere Maßnahmen zeigen Wirkung, denn es ist uns gemeinsam gelungen – auch mit Ihrer, die Sie ja die Maßnahmen mitgetragen haben, Unterstützung –, die Kurve der Neuinfektionen stark abzuflachen.
Da ich bei diesem Punkt bin, möchte ich jetzt etwas kurz ansprechen, was mein Kollege Lackner heute gestreift hat und was der deutsche Virologe Professor Drosten als Präventionsparadoxon bezeichnet: Der Erfolg, dass wir die Lage jetzt gut bewältigen können, wird plötzlich zum Bumerang, und das Unheil, das wir bis jetzt abwenden konnten, wird plötzlich nicht mehr wahrgenommen. Stattdessen heißt es dann immer wieder: Na ja, ist alles halb so schlimm gewesen, da hat sie es wieder übertrieben, die Bundesregierung, mit dem Wegsperren von Leuten!, et cetera, et cetera. – Ich sage Ihnen eines, werte Kolleginnen und Kollegen: Ich möchte mir gar nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn unsere Regierung nicht so beherzt gehandelt hätte und die Maßnahmen nicht – wie zum Glück aber geschehen – zum richtigen Zeitpunkt verhängt worden wären. Ich möchte mir das nicht ausmalen! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Das betraf die letzten Wochen, wir müssen jetzt aber in die Zukunft blicken. Wir sind jetzt in der zweiten Phase, und Sie alle – genauso wie ich, wie alle Menschen in Öster-
HomeGesamtes ProtokollVorherige SeiteNächste Seite