auch nicht richtig. Die Lehrer hätten viel bessere Konzepte gehabt, als sie jetzt momentan vorliegen und wir sie jetzt momentan für unsere Kinder einhalten müssen. (Beifall bei der FPÖ.)
Natürlich ist das eine sehr, sehr schwierige Zeit. Es sind außergewöhnliche Umstände, und vor allem, das wissen wir alle, kennt niemand dieses Virus. Wir können auch nicht auf einen Erfahrungsschatz zurückgreifen, sodass wir wissen, in der Krise müssen wir das und das machen, das hat sich bewährt. Gerade deshalb finde ich es so wichtig, dass die Regierungsparteien, wenn es um diese Angelegenheit geht, bereit sind, endlich einmal einfach die Ressourcen und auch die Fachkompetenzen der Opposition anzunehmen und nicht immer automatisch Anträge oder Verbesserungsvorschläge kategorisch abzulehnen.
Man kann in dieser Situation natürlich nicht alles gleich bedenken, das geht natürlich nicht. Deswegen gibt es ja so viele tolle Köpfe. Jede Partei hat wirklich in jedem Bereich Fachkompetenz. Bitte nutzt sie doch, denn was wollen wir in Wirklichkeit alle? – Dass jeder Österreicher ohne persönlichen Schaden, vor allem ohne physischen oder psychischen Schaden, aus dieser Krise herauskommt und dass wir sie alle gemeinsam, aber wirklich gemeinsam, zu einem ganz, ganz guten Ende führen. Bitte denken Sie an die werdenden Mütter! (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Taferl!)
20.46
Vizepräsident Michael Wanner: Danke schön – auch dafür, dass Sie die freiwillige Redezeitbeschränkung von 10 Minuten kaum überschritten haben.
Als Nächster zu Wort gelangt Herr Bundesrat Schreuder. Ich erteile es ihm. (Bundesrat Schreuder will Bundesrätin Schartel die von ihr am Rednerpult zurückgelassene Tafel zurückgeben, diese fällt jedoch zu Boden. – Ruf bei der FPÖ: Mach’ sie nicht kaputt! – Bundesrätin Zwazl – erheitert –: Ihr habt’s eh so viele!)
Bundesrat Marco Schreuder (Grüne, Wien): Ich mache es eh nur ganz kurz, mir war das nur wichtig. Ich wollte auch keine tatsächliche Berichtigung machen, da ich mir dachte, es soll eine politische Diskussion sein.
Liebe Frau Kollegin Schumann! Hätte ich das gesagt, was Sie mir vorgeworfen haben, würde ich jetzt hier stehen und mich hier - - (Zwischenruf der Bundesrätin Schumann.) – Nein, es war keine Presseaussendung. (Neuerlicher Zwischenruf der Bundesrätin Schumann.) – Darf ich jetzt sagen, was meine Perspektive ist? Sie haben es aus Ihrer Perspektive gesagt. Ganz ruhig, ja! (Heiterkeit bei BundesrätInnen der ÖVP.) Hätte ich das so gesagt, wie es mir vorgeworfen worden ist, dann würde ich jetzt hier stehen und mich entschuldigen. – Es war aber nicht so.
Jemand von der APA hat mich angerufen – ich dachte, sie haben alle Fraktionsvorsitzenden angerufen. Warum nur ich angerufen worden bin, weiß ich auch nicht, das muss man die APA fragen. (Zwischenruf der Bundesrätin Schumann.) Die APA hat mich angerufen und hat mich gefragt, wie das nun eigentlich im Bundesrat ist: Es gab ja die Präsidiale, ist geplant, dass es Einsprüche gibt oder wird das liegen gelassen? Ich habe gesagt, wir hatten eine sehr konstruktive Sitzung. Ich bin froh, dass es gelebten Parlamentarismus gibt: So wie es das Recht gibt, eine Sondersitzung einzuberufen, gibt es das Recht der Opposition, Einspruch zu erheben. Es gibt andere Staaten in Europa, die keinen Parlamentarismus mehr zulassen, und ich bin froh, in einem Land zu sein, in dem Parlamentarismus gelebt wird.
Ja, aber was würde denn passieren, würde die Opposition keinen Einspruch erheben, sondern das einfach nur liegen lassen? Das, habe ich gesagt, würde ich als politisches Foul wahrnehmen (Zwischenruf der Bundesrätin Schumann), denn in der Präsidiale
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