und deren Mitarbeiter schauen wieder optimistisch in die Zukunft, nur mehr 3 Prozent pessimistisch. Das hat vor einigen Monaten noch etwas anders ausgesehen.
Es sind aber nicht nur die Zahlen, die diesen Aufwärtstrend untermauern, es ist auch so, dass man es spürt. Man spürt es in den Straßen, in den Gemeinden, in den Städten, bei Veranstaltungen, in den Vereinen: Es geht wieder bergauf in unserem Land.
Es sei mir erlaubt, Kollege Christoph Steiner, von Tiroler zu Tiroler möchte ich dir eines sagen: Dass ein Tiroler Bundesrat bei der Übernahme der Präsidentschaft hier heraußen nichts anderes zu tun weiß, als unser Land von vorne bis hinten in den Dreck zu ziehen, das ist zum Schämen. (Beifall bei der ÖVP und bei BundesrätInnen der Grünen.) Und du kannst mir auch eines glauben, Kollege Steiner: Die Menschen haben genug von dieser Miesmacherei, von diesen Diffamierungen; sie haben genug von diesen persönlichen Attacken! Das wollen sie nicht und das schätzen sie nicht, und (Zwischenruf der Bundesrätin Steiner-Wieser) – Frau Kollegin, ich bin am Wort – Sie können mir eines glauben (Bundesrat Steiner: Du hast ja das Mikrofon ...!): Das wird Ihnen auch nicht guttun, Herr Kollege Steiner! (Beifall bei der ÖVP sowie bei BundesrätInnen von SPÖ und Grünen.)
Ich finde das wie gesagt absolut unangebracht, weil die Menschen in der jetzigen Zeit von der Politik vielmehr verlangen – und das mit jedem Recht –, dass wir den Schwung, den es jetzt gibt, mitnehmen, um wichtige Vorhaben umzusetzen. Diese Krise hat nämlich bei allem Schlechten, was sie ohne Frage gebracht hat, auch für Klarheit gesorgt. Sie hat uns gezeigt, wo wir unsere Stärken haben, beispielsweise im Gesundheitsbereich, aber auch, wo wir noch Luft nach oben haben, wo wir besser werden müssen. Eine ganz wichtige Erkenntnis ist ohne Zweifel, dass wir im Bereich der Versorgungssicherheit noch besser werden müssen, dass wir von internationalen Entwicklungen unabhängiger werden und die Abhängigkeit in systemrelevanten Bereichen reduzieren müssen.
Ich glaube, dass Österreich da enormes Potenzial besitzt. Ich denke da an den Energiebereich, wo wir mit der Wasserkraft, mit Wind, mit Sonne, mit Biomasse alle Voraussetzungen mitbringen, um fossile Energieträger zurückzudrängen. Ich denke da an die Lebensmittelerzeugung, wo es nach wie vor ein großes Potenzial gibt, in der Direktvermarktung, in der Stärkung regionaler Kreisläufe – Präsident Peter Raggl arbeitet seit Jahren ganz, ganz intensiv in diesem Bereich.
Auch im Medizinbereich – es ist erwähnt worden – müssen wir schauen, dass wir unabhängiger werden. Es ist in den letzten Monaten durch enge Zusammenarbeit zwischen dem Land Tirol, dem Bund und der EU gelungen, die letzte Penicillinproduktion Europas in Kundl abzusichern. Das kann aber nur ein erster Schritt gewesen sein, wir müssen auch in anderen Themenfeldern der Medizin und Gesundheit schauen, dass wir unabhängiger werden.
Ich halte diese Initiativen für ganz entscheidend, um Österreichs Zukunft zu sichern, und ich bin überzeugt, dass der jetzige Zeitpunkt genau der richtige ist, um da entscheidende Weichenstellungen vorzunehmen.
Werte Kolleginnen und Kollegen! Abschließend darf ich dir, lieber Peter Raggl, nochmals alles Gute und vor allem erfolgreiche sechs Monate als Bundesratspräsident wünschen. Dir, sehr geehrter Herr Landeshauptmann, wünsche ich im Sinne der Länder und im Sinne von uns allen Verhandlungsgeschick und Durchsetzungskraft.
Am Schluss sei mir als Tiroler Bundesrat noch eine Bemerkung erlaubt – ich bin mir sicher, jede Bundesrätin, jeder Bundesrat würde hier heraußen dasselbe über sein Bundesland sagen; Herr Landeshauptmann, ich glaube, wir sind uns einig –: Es gibt in
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