BundesratStenographisches Protokoll937. Sitzung, 937. Sitzung des Bundesrates am 3. Februar 2022 / Seite 158

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In diesem Sinne bringe ich heute auch einen Entschließungsantrag ein:

Entschließungsantrag

der BundesrätInnen Korinna Schumann, Karl Bader, Marco Schreuder, Kolleginnen und Kollegen betreffend „Impfpflicht und Arbeitswelt“

Der Bundesrat wolle beschließen:

„Der Bundesrat ist der Auffassung, dass bestehende arbeits- oder sozialversicherungs­rechtliche Regelungen und Ansprüche durch das COVID-19-Impfpflichtgesetz unberührt bleiben.

Der Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz wird da­her ersucht, dass die aktuell (am 3. Februar 2022) in der 4. Covid-19-Maßnahmenver­ordnung geltende 3G-Regelung für Arbeitsorte bzw. 2,5G- Regelung für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Alten- und Pflegeheime, stationären Wohneinrichtungen der Behin­dertenhilfe, Krankenanstalten und Kuranstalten und sonstigen Orten an denen Gesund­heitsdienstleistungen erbracht werden, beibehalten werden und die allenfalls dafür er­forderlichen Tests unentgeltlich bleiben.“

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Dieser Dreiparteienentschließungsantrag soll Sicherheit, Klarheit und eine Perspektive geben.

Vielleicht zum Schluss noch einmal: Albert Einstein, glaube ich, war es, der einmal ge­sagt hat: Irrsinn ist, dieselbe Handlung zu wiederholen und ein anderes Ergebnis zu erwarten. (Bundesrat Spanring: Impfen! – Bundesrätin Steiner-Wieser: Warum tut ihr es dann?) Genau deswegen ist es wichtig, dass wir nach zwei Jahren Pandemie nicht mehr dieselben Fehler machen, dass es nach zwei Jahren Pandemie, da alle Menschen Lockdowns leid sind, für Politiker und Politikerinnen nicht unbedingt das Ziel sein sollte, Beliebtheitswerte zu erlangen, sondern zu zeigen, dass sie während einer sowohl gesell­schaftlichen als auch wirtschaftlichen und gesundheitlichen Krise, ja, wahrscheinlich ei­ner gesamten Sinneskrise, im Sinne der Gesundheit arbeiten.

Wir werden deshalb heute dieser Impfpflicht zustimmen. Sie ist eine demokratische par­lamentarische Entscheidung, und wir wissen auch, wann diese heute beschlossene Pflicht wieder zu Ende ist, das beschließen wir heute nämlich mit. (Bundesrat Steiner: In zwei Jahren!) Somit fußen wir ganz genau auf der Resolution des Europarates. – Ich danke. (Beifall bei der SPÖ.)

17.40


Vizepräsident Günther Novak: Der von den Bundesräten Korinna Schumann, Karl Bader, Marco Schreuder, Kolleginnen und Kollegen eingebrachte Entschließungsantrag betreffend „Impfpflicht und Arbeitswelt“ ist genügend unterstützt und steht demnach mit in Verhandlung.

Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Bundesrätin Sonja Zwazl. Ich erteile ihr das Wort.


17.40.53

Bundesrätin Sonja Zwazl (ÖVP, Niederösterreich): Herr Präsident! Geschätzte Bun­desminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Warum darf nicht wahr sein, was offen­sichtlich ist? – Impfen schützt! (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie der Bundesrätin Gross­mann.) Es schützt einen selbst und auch die anderen. Alle Länder, die jetzt Öffnungs­schritte setzen, haben ganz einfach eine höhere Impfquote, nämlich über 80 Prozent,


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