Nationalrat, XX.GP Stenographisches Protokoll 67. Sitzung / Seite 26

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satz der Technologieförderungsmittel genau dort ansetzt, wo erwartet werden kann, daß ein größtmöglicher Nutzen für Österreich entsteht. Ich habe gestern und auch heute im Rahmen der Aktuellen Stunde schon Gelegenheit gehabt, darauf hinzuweisen, welche Schwerpunkte das sein werden.

Präsident Dr. Heinz Fischer: Danke.

Zusatzfrage? Bitte.

Abgeordneter Dipl.-Ing. Leopold Schöggl (Freiheitliche): Herr Minister! Herr Abgeordneter Haigermoser hat es schon angesprochen: In diesem Konzept werden auch eine Reihe von indirekten Förderungsmöglichkeiten empfohlen. Welche konkreten Förderungsmaßnahmen beabsichtigen Sie, gemeinsam mit dem Herrn Finanzminister im Zuge der kommenden Budgetverhandlungen zum Wohle der technologieinnovativen Klein- und Mittelbetriebe umzusetzen?

Präsident Dr. Heinz Fischer: Herr Bundesminister.

Bundesminister für Wissenschaft und Verkehr Dr. Caspar Einem: Herr Abgeordneter! In allererster Linie wird es mir darum gehen, deutlich zu machen, daß jeder Schilling, den wir im Bereich der Forschungs- und Technologieförderung einsetzen, ein Schilling für die Zukunft Österreichs, für die Menschen, die hier leben und arbeiten, ist. Daher geht es darum, diesen Bereich nicht allzustark zu belasten und vielmehr asymmetrische Budgetpolitik zu betreiben, die darauf hinausläuft, diesen Aspekt der Zukunftsförderung zu verstärken und dafür in Bereichen, in denen dies leichter vertretbar ist, sparsam zu sein.

Präsident Dr. Heinz Fischer: Danke schön.

Zusatzfrage? Bitte, Herr Kollege Lukesch.

Abgeordneter Dipl.-Vw. Dr. Dieter Lukesch (ÖVP): Herr Bundesminister! Ein Schlüssel zu dieser Technologiefrage liegt sicherlich auch in der Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Universität und Wirtschaft. Können Sie sich, Herr Bundesminister, zur Stärkung dieser Zusammenarbeit vorstellen, daß auch österreichische Universitäten und Hochschulen nach amerikanischen beziehungsweise britischen Vorbildern Forschungsaktiengesellschaften einrichten und der Bund einen Teil dieser Aktien zeichnet?

Präsident Dr. Heinz Fischer: Herr Bundesminister.

Bundesminister für Wissenschaft und Verkehr Dr. Caspar Einem: Herr Abgeordneter! Meine Phantasie ist im Gegensatz zu dem, was in einer heutigen Tageszeitung steht, relativ weit und fast unbegrenzt. Ich denke allerdings, daß wir vor der Realisierung derartiger Vorhaben durchaus noch andere Dinge unmittelbar zu realisieren haben werden. Ich habe den Eindruck anläßlich der Beratungen über das Universitäts-Studiengesetz haben wir im Unterausschuß des Wissenschaftsausschusses auch Gelegenheit gehabt, darüber zu sprechen , daß wir beispielsweise vorher noch ein ganz anderes Problem zu lösen haben. Ich glaube nämlich, daß die Universitäten dazu animiert werden müssen, den Praxisbezug im Inneren ihres Lehrangebotes zu erhöhen, und daß wir daher auch darüber nachdenken sollten, inwieweit es sinnvoll erscheint, da und dort Studienkommissionen, sei es institutionell, sei es aber auch anlaßbezogen, durch Vertreter von Unternehmen oder Wirtschaftstreibenden zu ergänzen.

Es geht schon auch darum, daß wir anerkennen, daß überall außerhalb der Universitäten verlangt wird, daß Menschen projektorientiertes Arbeiten zu lernen oder anzuwenden in der Lage sind, daß es aber andererseits an den Universitäten derzeit noch kein derartiges Angebot gibt. Ich glaube, daß es eine ganze Reihe von zum Teil gar nicht besonders kostenintensiven Maßnahmen gibt, um diese Verschränkung von wirtschaftlicher Praxis mit Wissenschaft und Lehre an den Universitäten zu verbessern, ohne daß man dafür besonders viel Geld zur Verfügung stellen muß.

Präsident Dr. Heinz Fischer: Danke. Frau Dr. Gredler, bitte.


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