Nationalrat, XXI.GP Stenographisches Protokoll 20. Sitzung / Seite 23

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Präsident Dr. Heinz Fischer: Zusatzfrage?  Herr Abgeordneter Mag. Schweitzer, bitte.

Abgeordneter Mag. Karl Schweitzer (Freiheitliche): Sehr geehrte Frau Bundesminister! Diese, wie die Vorgängerin gemeint hat, sinnvolle Schulform ist ja nichts anderes als eine Gesamtschule. Diesen Versuch gibt es auch in Deutschland bereits über einen längeren Zeitraum laufend. Dort liegen bereits Evaluierungsergebnisse vor, die durchaus ausweisen, dass das Niveau in dieser Schule sowohl unter jenem des Gymnasiums als auch unter jenem der vergleichbaren Hauptschule liegt.

Wie beurteilen Sie eine Übernahme dieser Gesamtschule in das österreichische Regelschulsystem im Lichte dieser Ergebnisse?

Präsident Dr. Heinz Fischer: Bitte, Frau Ministerin.

Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Elisabeth Gehrer: Eine Übernahme der Gesamtschule scheint nicht zielführend zu sein, da die Ergebnisse in Deutschland äußerst negativ sind. Ich glaube aber, dass wir über vernünftige Zusammenarbeitsbestrebungen reden sollten und dass wir alles tun sollten, dass die Hauptschule als gutes Angebot im Bereich der 10- bis 14-Jährigen erhalten bleibt.

Präsident Dr. Heinz Fischer: Zusatzfrage?  Herr Abgeordneter Großruck, bitte.

Abgeordneter Wolfgang Großruck (ÖVP): Sehr geehrte Frau Bundesministerin! In der Vergangenheit ist es bei dem "Schulversuch Mittelschule" immer wieder zu Kritik an den Kenntnissen der Abgänger dieser Schule gekommen, vor allem dann, wenn sie in eine berufsbildende mittlere oder höhere Schule gewechselt haben. Welche Maßnahmen planen Sie, damit diese Schnittstellenproblematik behoben beziehungsweise auch im Interesse der weiteren Zukunft der Schüler geregelt werden kann?

Präsident Dr. Heinz Fischer: Bitte, Frau Ministerin.

Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Elisabeth Gehrer: Es ist ganz besonders wichtig, dass an den Schnittstellen so genannte Leistungsstandards definiert werden. Diese Leistungsstandards können dann Auskunft darüber geben, ob die Schule ihr Ziel erreicht hat oder nicht. Das wird die Arbeit der kommenden Legislaturperiode sein.

Präsident Dr. Heinz Fischer: Danke.

Es kommt nun die Frage von Frau Abgeordneter Dr. Brinek zum Aufruf.  Bitte, Frau Abgeordnete.

Abgeordnete Dr. Gertrude Brinek (ÖVP): Frau Bundesministerin! Meine Frage lautet:

23/M

Wie weit sind die Zielvorgaben für den Bereich der "Informations- und Kommunikationstechnologien" nach dem Rat von Lissabon in Ihrem Ressort bereits umgesetzt?

Präsident Dr. Heinz Fischer: Bitte, Frau Ministerin.

Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Elisabeth Gehrer: Nach dem Rat von Lissabon haben wir eine Bestandsaufnahme gemacht und festgehalten, was alles noch erreicht werden muss. In einer Steuerungsgruppe im Bildungsministerium wird die kommende Zielsetzung verankert. Es ist notwendig, dass das Netzangebot verbreitert wird, dass die Lehrer und Lehrerinnen noch besser ausgebildet werden und dass die Jugendlichen noch mehr als bisher die Chance haben, die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien als neue Lehr- und Lernformen in der Schule anzuwenden.

Präsident Dr. Heinz Fischer: Zusatzfrage?  Bitte.


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