Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll27. Sitzung / Seite 86

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Da sind, Kollegin Moser, meiner Ansicht nach nicht nur die Funkfrequenzen ein The­ma, sondern natürlich auch der gesundheitliche Aspekt, aber auch der Leistungsas­pekt, nämlich was die Kapazität, die Übertragungskapazität und die Übertragungsge­schwindigkeit anbelangt, und vor allem die Löcher, die wir überall noch immer finden.

Vor allem für Gebiete, in denen eine Wirtschaftlichkeit im Glasfaserbereich nicht gege­ben ist, werden wir auf diese Technologie trotzdem nicht ganz verzichten können. Wir werden da eine hoch qualitative Leistung benötigen. (Abg. Dr. Moser: Na, was ist Ih­nen lieber, ein Breitbandanschluss oder ein gesunder Schlaf?) Mir ist beides lieb, Frau Kollegin Moser! (Abg. Dr. Moser: Das geht nicht ...!) Daher muss man schauen, dass man die technologischen Möglichkeiten auch zur Risikominimierung nützt. Das werden wohl auch Sie verstehen, davon gehe ich aus.

Das gilt vor allem auch für die Chancengleichheit im ländlichen Raum. Darüber muss man sich schon Gedanken machen. Sie sind ja selbst Tourismussprecherin, Frau Kol­legin Moser. (Abg. Dr. Moser: Gerade für den Tourismus ...!) Der Tourismus spielt sich eben oft nicht in den Ballungszentren ab – da gibt es den Städtetourismus –, aber wir leben in einer wunderschönen Gegend, und der Tourismus lebt auch davon, dass wir in einer wunderschönen Gegend leben.

Für den Tourismus sind die Internet-Angebote immer wichtiger. Wir wissen, dass man heute einen entsprechenden Internet-Auftritt braucht, wenn man sich international prä­sentieren will. Man muss entsprechende Web-Packages machen, man braucht Ser­viceleistungen, Freizeitleistungen, die alle oder von denen viele heute Internet-basiert sind.

Daher begrüßen wir diese Novelle und hoffen, dass damit auch ein wichtiger Impuls in Richtung Weiterentwicklung der Informations- und Kommunikationsgesellschaft erfol­gen wird (Abg. Weinzinger: Ob das so gut ist?), zum Wohle der hier lebenden Men­schen und zum Wohle der Wirtschaft, damit auch die Menschen in Österreich an der wirtschaftlichen Weiterentwicklung positiv teilhaben können. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Weinzinger: Ob das so gut ist?)

13.45


Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Dei­mek. – Bitte.

 


13.45.41

Abgeordneter Dipl.-Ing. Gerhard Deimek (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Wir leben, wie heute schon öfters angemerkt, in der Zeit eines Technologiewechsels. Wir erleben live das Ende eines Lebenszyklus, nämlich je­nes der alten Technologie der Kupferkabel, und den vermehrten Einsatz von Breitband über Glasfaser. Das Ganze ist aus unserer Sicht volkswirtschaftlich unbedingt sinnvoll, und man sollte in diesem ganzen Technologiewechsel einen raschen Umstieg ermögli­chen.

Natürlich ist es erforderlich – und da folgen wir im Prinzip der Funktechnologie –, mög­lichst rasch Wege-, Leitungs- oder Nutzrechte mitbenutzen zu lassen. Dass das Ganze auch innerhalb und außerhalb des Telekommunikationssektors geschehen muss, ist klar, und zwar insofern, als wir uns mit digitalen Werten beschäftigen. Da ist alles – egal, ob ein Wert eine Datei, ein Bild oder was immer ist –, sobald es digitalisiert ist, ein Datum und kann dort rasch übermittelt werden.

Der Weg, wie wir all das halbwegs in sinnvolle Bahnen leiten wollen, ist die Regulie­rungsbehörde. Diese hat dort, wo es Probleme gibt, gemeinsam mit den beteiligten Partnern zu prüfen, ob etwas technisch machbar ist, ob es wirtschaftlich sinnvoll ist und wie die ganze Situation zu bewerten ist.

 


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