Entschließungsantrag
Der Nationalrat wolle beschließen:
„Die Bundesregierung wird aufgefordert, die Treffsicherheit der geräteabhängigen Rundfunkgebühr unabhängig evaluieren zu lassen. Sofern eine solche Evaluierung ergibt, dass die Rundfunkgebühr in ihrer derzeitigen Form ORF-Seher_innen nicht mehr treffsicher feststellen kann, sind alternative Finanzierungsmodelle zu erarbeiten.“
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Präsident Karlheinz Kopf: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Dr. Wittmann. – Bitte.
17.30
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ich bin ganz verwundert, dass man da von Reform und Medienpaket im Zusammenhang mit dem ORF spricht. Dabei geht es eigentlich nur um ein ganz kleines Problem des ORF, ein technisches Problem. Da ist nämlich das Reminderverbot, wofür er gar nichts kann. Der ORF kann nichts dafür, wenn auf internationalen Märkten Sponsorverträge abgeschlossen werden, die dann mit dem Übertragungsrecht mitübernommen werden.
Wenn der ORF keinen finanziellen Vorteil daraus erzielt, kann man dem ORF auch keinen Vorwurf in diesem Zusammenhang machen. Dass man die Verfahren zur Einstellung bringt, die daraus resultieren, ist ein vernünftiger Weg. Das hat nichts mit einer ORF-Reform oder mit einer ORF-Bevorzugung zu tun.
Es wird nur über den ORF gesprochen. Ziel dieses Rundfunkpaketes ist aber in Wirklichkeit die Stärkung des dualen Systems, die Stärkung der kleinen, privaten Unternehmen, die in der Lage sind, mehr Werbezeiten zu gestalten, denen mehr Werbezeit zugestanden wird, wenn sie nicht international, sondern nur in Österreich ausstrahlen.
Die Must-Carry-Regelung wurde verstärkt. Das heißt, dass private Fernsehsender mit einer großen österreichischen Identifikation in verschiedensten Bereichen einen fairen Zugang zu den Kabelnetzen bekommen sollen. Das ist auch eine Verbesserung für die privaten Fernsehsender.
Das Dritte ist, dass man kleinen Rundfunksendern ermöglicht, Regiengemeinschaften zu bilden, nämlich administrative und andere Verwaltungstätigkeiten zusammenzulegen, wobei jedoch eine eigenständige, unabhängige Redaktionsarbeit gewährleistet wird. Es ist doch nur gut, wenn man diese Kosten in einer Synergie nutzt und nicht jeder sein eigenes Zentrum aufbauen muss.
Im Großen und Ganzen ist die Zielrichtung dieses Rundfunkpaketes die Stärkung des privaten Sektors und die Reparatur eines falschen rechtlichen Ansatzes beim Reminderverbot. (Beifall bei der SPÖ.)
17.32
Präsident Karlheinz Kopf: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Singer zu Wort. – Bitte.
17.32
Abgeordneter Johann Singer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Auch ich sehe dieses vorliegende Medienpaket für mehr Programm für Österreich und klare Spielregeln als positiv für alle. Ich sehe das als weiteren Schritt zur Sicherung einer pluralistischen, freien und unabhängigen Medienlandschaft. Die vorliegende Regierungsvorlage wurde schon entsprechend erläutert. Ich darf mich in mei-
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