tungsrat der Bayerischen Landesbank – aufgrund der Kommunikation dort – entsprechende Protokolle gegeben, was man nicht schon alles überlegt hat betreffend diese Bank, dass man Tausende Mitarbeiter auf die Straße setzen will und dergleichen. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
War jemand von den Miteigentümern darüber informiert? – Ich meine nicht, nach meinem Wissensstand nicht, aber es hätte eine Informationspflicht gegeben. Und das ist es, wo wir gefordert wären, diese Punkte herauszuarbeiten, um schlussendlich den Schaden für die Bevölkerung zu minimieren.
Das ist unsere Aufgabe, Kolleginnen und Kollegen – und nicht, dem Finanzminister sofort heute durch eine Abstimmung den Persilschein für einen Generalvergleich zu geben, zu einem Zeitpunkt, zu dem wir noch nicht im vollen Umfang Einblick bekommen haben, was die Bayern mit der Republik Österreich zum Zeitpunkt der Verstaatlichung gemacht haben beziehungsweise – in Klammern gesetzt – welche Rolle Faymann, Pröll und Co. bei dieser Verstaatlichung gespielt haben, die niemand anderem genutzt haben als der einen oder anderen Bank in Österreich, insbesondere dem Freistaat Bayern, aber sicherlich nicht dem österreichischen Steuerzahler. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
17.00
Präsident Karlheinz Kopf: Herr Finanzminister Dr. Schelling hat sich zu einer weiteren Stellungnahme zu Wort gemeldet. – Bitte.
17.00
Bundesminister für Finanzen Dr. Johann Georg Schelling: Herr Präsident! Hohes Haus! Also bei allem Respekt, Herr Darmann: Sie ignorieren einen Untersuchungsausschuss in Kärnten, der gut gearbeitet hat. Sie ignorieren einen umfassenden Rechnungshofbericht, der klar dargestellt hat … (Abg. Darmann: Ich war in diesem Untersuchungsausschuss drinnen, Herr Bundesminister! Sie waren dort nicht drinnen!) – Es gibt auch einen Bericht dazu. (Abg. Darmann: Ja, von den Grünen! Vom Obmann!) Es gibt einen Bericht, oder? Es gibt einen Rechnungshofbericht, der wirklich umfassend ist.
Sie ignorieren den Griss-Bericht, den Sie alle als so toll gelobt haben. Sie ignorieren ein Urteil, das in Bayern erfolgt ist, mit 800 Beweismaßnahmen, die gesetzt wurden, ein Urteil von 300 Seiten, und glauben, dass Sie jetzt mit dem Untersuchungsausschuss imstande sind, die Welt zu verändern und umzudrehen. Ja, das können Sie natürlich behaupten. (Abg. Darmann: Die Verstaatlichung wurde nicht untersucht!)
Wenn Sie sich das bisherige Ergebnis anschauen, dann können Sie sehen, es ist der News-Wert, das, was nicht bereits in Kärnten beim Rechnungshof, beim Prozess und im Rahmen der Griss-Kommission dargestellt wurde, sehr dürftig – zumindest aus meiner Sicht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Darmann: Ja, weil wir noch nicht bei der Verstaatlichung waren!)
17.01
Präsident Karlheinz Kopf: Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist geschlossen.
Wir kommen nun zur Abstimmung, die ich über jeden Ausschussantrag getrennt vornehme. (Abg. Kickl: Ihr habt dreimal das Gleiche untersucht, und dann wundert ihr euch ...! – Abg. Hafenecker: Da sieht man, was Sie von dem Haus hier halten!) – Darf ich Sie bitten, den Abstimmungsvorgang nicht zu stören?
Abstimmung über Tagesordnungspunkt 2: Entwurf betreffend ein Bundesgesetz aus Anlass des Generalvergleichs mit dem Freistaat Bayern, mit dem das Sanierungs- und Abwicklungsgesetz, das Finanzmarktstabilitätsgesetz und das ABBAG-Gesetz geändert werden, samt Titel und Eingang in 796 der Beilagen.
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