Nationalrat, XXV.GPStenographisches Protokoll102. Sitzung / Seite 49

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Präsident Karlheinz Kopf: Nächste Wortmeldung: Herr Abgeordneter Ing. Schultes. – Bitte.

 


11.15.57

Abgeordneter Ing. Hermann Schultes (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Ge­schätzter Herr Bundesminister! Verehrte Damen und Herren! Geschätzte Bäuerinnen und Bauern! Geschätzte Kunden, Verarbeiter, Menschen in diesem Land, die davon le­ben, dass unsere Landwirtschaft funktioniert! Und das sind sehr viel mehr Menschen, als man im ersten Augenblick glauben würde.

Danke all diesen und ein Danke an alle, die wissen, dass wir eine gute Produktion ha­ben, dass wir gute Produkte liefern und dass unsere Landschaften lebenswert sind. Danke all jenen, die stolz auf das sind, was wir können, auf das, was wir leisten. Danke all jenen, die einfach abdrehen oder auf einen anderen Sender umschalten, wenn solch sonderbare Meldungen kommen wie jene, die wir gerade von unserem Wanderhändler gehört haben. Herr Leo mit seinem Bauchladen ist ja wirklich „lustig“, er beleidigt jedes Mal die Bauern, die Landwirtschaft und die Qualitätspolitik. Wir müssen das ertragen (Abg. Steinbichler: Die Bauern müssen deine Politik aushalten!), das ist eben das Recht der Opposition. (Beifall und Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Steinbichler: Schäm dich! Schäm dich …!)

Wir stehen hier für die österreichische Landwirtschaft, die es schwer genug hat. Wir re­den über Ausgleichszahlungen, die die Landwirtschaft zu bekommen hat – Sie werfen uns das vor. Ich sage, Ausgleichszahlungen bekommen wir dafür, dass die Öffentlich­keit bei uns Leistungen bestellt, wir diese erbringen und Sie alle sehr froh darüber sein können (Abg. Pirklhuber: So schaut Polemik aus!), dass es in unserem Land so schön ist, dass wir in unserem Land eine solch hohe Qualität haben und dass es der Natur so gut geht. (Beifall bei der ÖVP.)

Das ist das Thema. Und dafür würde ich mir ein Danke erwarten und nicht diese An­schuldigungen!

Meine Damen und Herren! Wir sind in einer sehr schwierigen Situation. Der Grüne Be­richt betrachtet das letzte Jahr – da ist es für alle schwieriger geworden, die Bergbau­ern, die Biobauern haben es noch ein bisschen besser gehabt. Heuer wird es für alle noch schwieriger. Bedenken Sie, dass allein bei den Schweinen, nur im Schweine­markt, 250 Millionen € fehlen, weil der Schweinepreis so schlecht ist, und ein Ende ist nicht abzusehen (Abg. Steinbichler: Wer ist dafür verantwortlich?), weil europaweit Produktionskapazitäten da sind, die durch die Nachfrage nicht mehr abgefragt werden. (Abg. Steinbichler: Übernimm die Verantwortung!)

Wir wissen, wenn die Nachfrage nur geringfügig zurückgeht, sind die Schweine trotz­dem da, und wenn ein Schwein da ist und nicht verkauft werden kann, muss man mit dem Preis hinuntergehen, dass es jemand kauft. Und diese Situation ist sehr, sehr schwierig, denn Schweine kann man nicht verstecken. (Abg. Pirklhuber: Was ist die politische Antwort, Kollege Schultes? Was ist Ihre politische Antwort? Was ist die Stra­tegie der Landwirtschaft gegen den Preisverfall? Geben Sie endlich Antworten!)

Die nächste Frage: Wir haben in diesem Jahr rund 180 Millionen € an Schaden auf­grund der Dürre. – Herr Pirklhuber, noch mehr aufpudeln geht nicht, passen Sie auf, dass nichts passiert!

180 Millionen hat uns die Dürre gekostet. (Abg. Pirklhuber: Das wissen wir auch schon!) Jetzt frage ich: Wo ist die Politik betreffend die Dürre? (Abg. Pirklhuber: Ant­worten sollen Sie geben! Antworten!) – Ja, die Antwort ist: Ausbau der Versicherungs­systeme. – Danke, Herr Bundesminister. Es gibt auch Landesregierungen, die uns da­bei helfen, dass das finanzierbar wird. Heute wird sich zeigen, ob die freiheitliche Re­gierungsbeteiligung in der burgenländischen Landesregierung mithelfen wird, dass


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