Nationalrat, XXV.GPStenographisches Protokoll104. Sitzung / Seite 322

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Wenn man den 31. Dezember hernimmt, gibt es jedes Jahr das gleiche Spiel: Am 31. De­zember um 24 Uhr sitzen die Damen und Herren, die sich um eine Förderung bewer­ben, vor ihrem PC, drücken auf den Knopf. Was passiert? – 5 Minuten später bricht das ganze Netz zusammen. (Zwischenruf der Abg. Lichtenecker.) Insgesamt gehört das Förderwesen vereinheitlicht und transparent gemacht! (Beifall bei der FPÖ.)

Zum Abschluss noch: Kein Handel von Zertifikaten und Fördermitteln wie auf einem tür­kischen Basar! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)

13.33


Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Auer. – Bitte.

 


13.33.44

Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminis­ter! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Mit Genehmigung des Präsidenten be­grüße ich auch ganz besonders eine Schülergruppe des abz Lambach, einer hervorra­genden landwirtschaftlichen Ausbildungsstätte. (Allgemeiner Beifall.)

Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich widme mich dem Kapitel Land- und Forst­wirtschaft und darf dazu festhalten, dass gerade die Landwirtschaft ein bedeutender Faktor in der Wertschöpfung und Wertschätzung der ländlichen Räume ist. (Beifall bei der ÖVP.)

Die Wertschöpfung der landwirtschaftlichen Primärproduktion besteht aus vielen As­pekten, sie geht von der ursprünglichen Aufgabe der Landwirtschaft, der Lebensmittel­erzeugung, der Erzeugung von Produktionsmitteln, Futtermitteln für die Tierhaltung bis hin zur Energieerzeugung.

Landwirtschaft ist mehr als nur Produktion. Bauern und Bäuerinnen arbeiten täglich für jeden Bürger unseres Landes, denn jeden Tag haben wir Menschen zu ernähren. Je­der, der isst, profitiert von dieser Produktion, von der Hände Arbeit der Bauern und der Bäuerinnen. Und jeden Tag muss man mehr produzieren. Stichwort: Die Weltbevölke­rung wächst, auch die Bevölkerung Österreichs. Immer bessere Qualität ist notwendig, da gerade auch in jenen Ländern, wo der Wohlstand gewachsen ist, alle natürlich die bessere Qualität wollen. Gerade die Bauern und Bäuerinnen sind eine Berufsgruppe, die viel arbeitet, auch an Sonn- und Feiertagen, in der Früh und am Abend. (Abg. Pirkl­huber: Auch in der Nacht!) Das sollte man bei manchen Diskussionen nicht vergessen.

Da diese Berufsgruppe so effizient arbeitet, meine Damen und Herren, brauchen viele nicht mehr in der Landwirtschaft zu arbeiten, sondern sie profitieren von dieser Berufs­gruppe.

Daher frage ich mich manches Mal, wo denn die Wertschätzung für die erzeugten Pro­dukte bleibt. Ich bin ja ganz begeistert, wenn es ein bäuerliches Manifest einer großen Handelskette gibt, auf schönem Papier, aber leider beschränkt. Das beste bäuerliche Ma­nifest, ich wiederhole mich hier, wären entsprechende Preise, wenn diese Handelskette das auch umsetzen würde. (Beifall bei der ÖVP.)

Interessant ist ja, dass uns diese Handelsketten erklären, ihren Preisen liegen Kalkula­tionen zugrunde. Interessant und spannend ist auch, dass gerade diese Handelsketten in der Lage sind, in Gemeinden mit 3 000, 4 000 Einwohnern vier, fünf derartige Ver­kaufsläden einzurichten. Und sie sind in der Lage, alle sechs, sieben Jahre diese Ver­kaufsobjekte einem Relaunch zu unterziehen oder vielleicht sogar neu zu bauen.

Diese Chance der Kalkulation und diese Möglichkeit, alle sechs, sieben Jahre einen Stall neu zu überarbeiten, möchte ich als Bauer, als Bäuerin gerne einmal haben.

Ich würde auch bitten, das ist die Bitte an meine Kollegen auf der linken Seite, man­ches Mal der Arbeiterkammer doch auch Folgendes zu sagen: Man sollte, wenn man


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