Nationalrat, XXV.GPStenographisches Protokoll117. Sitzung / Seite 134

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Weinmeister, ehemalige FPÖ-Politiker aus Graz, genau 14 000 € brutto kassieren! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.)

Meine geschätzten Damen und Herren, diese Diskussionen brauchen wir nicht mehr zu führen, und ich gebe Ihnen auf diese Reise noch Folgendes mit: Wir werden uns vehement wehren. Wir werden uns dafür einsetzen, dass unsere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Alter ausreichend Lebensunterhalt haben – das können wir uns leisten –, und wir werden natürlich versuchen, die Pensionsautomatik zu verhindern. Und das werden wir seitens der SPÖ verhindern! (Zwischenruf des Abg. Rädler.)

Wir werden auch das Agrarwesen und die Förderungen ganz genau durchleuchten und diese Mittel genau an jene Leute vergeben, die sozial am schwächsten sind, am Rand stehen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Wie viel Pension kriegt der Herr Blecha? – Abg. Rädler: Der erste Mann für Österreichs neue Linke!)

15.20


Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Grillitsch. – Bitte.

 


15.21.07

Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Frau Präsident! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Loacker, nehmen Sie das nicht so schwer, was Herr Kollege Knes jetzt gesagt hat. (Abg. Loacker: Das halte ich aus!) Ich finde, es ist eine Zumutung, einem Kollegen zu unterstellen, er kenne sich nicht aus, wenn er hier im Parlament sitzt, Herr Kollege Knes; ich sage Ihnen das ehrlich. Mir sind jene, die sich nicht so gut auskennen, lieber als jene wie Sie, die sagen, es muss alles so bleiben, wie es ist. Das ist nämlich gefährlich für die Pensionen! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Knes.)

Sie verkennen völlig die Realität. Sie können Welt-Präsident von Mondi sein, oder was Sie wollen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Knes), Sie verkennen die Realität des Lebens in Österreich, das sage ich Ihnen, denn wir haben ein riesiges demografisches Problem in diesem Land. (Abg. Knes: Papperlapapp!)

Wir wissen heute, dass die Menschen – Gott sei Dank – älter werden und gesünder sind. Wenn man das vergleicht, sieht man, dass die Österreicherinnen und Öster­reicher im Jahr 1971 45 Arbeitsjahre und acht Ruhestandsjahre hatten und heute, 2015 oder 2016, 38 Arbeitsjahre und 22 Ruhestandsjahre haben (Zwischenruf des Abg. Rädler) – nahezu dreimal so viele Ruhestandsjahre und sieben Arbeitsjahre weniger, meine Damen und Herren! Da sind wir in diesem Hohen Haus parteiübergreifend gefordert, nachzudenken, wie wir ohne Polemik, ohne Verunsicherung und ohne zu sagen, es müsse alles so bleiben, wie es ist, die Pensionen mittelfristig und langfristig sichern können – für jene Menschen, die dieses Land zu dem gemacht haben, was es heute ist, ein Wohlstandsland, in dem man gerne zu Hause ist, in dem man arbeiten kann, in dem andere gerne Urlaub machen, aber auch für unsere Kinder und Kindes­kinder, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)

Wir haben klare Ziele, wie wir das nachhaltig weiterentwickeln – und nicht durch Diskussionsbeiträge eines Herrn Knes gefährden – können: mit einem Bonus für längeres Arbeiten. Reden wir darüber! Reden wir offen und ehrlich darüber, wie hoch das Pensionsantrittsalter für Frauen, für Männer sein muss und welchen Bonus man bekommt! Haben wir den Mut, darüber zu reden! Rehabilitation vor Pension durch Frühintervention, meine Damen und Herren!

Teilkrankenstand ist ein wichtiges Thema, da ist ein Modell zu entwickeln, aber auch die Harmonisierung der Pensionssysteme ist ein ganz wesentliches Thema (Zwischen­ruf des Abg. Rädler), mit dem wir uns hier in Zukunft ganz intensiv auseinanderzu­setzen haben, um letztlich für die Österreicherinnen und Österreicher die Pensionen


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