Nationalrat, XXV.GPStenographisches Protokoll130. Sitzung / Seite 104

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gesagt, es ist kein Rohstoff, Sie haben aber das Wichtigste vergessen: die Familien und die Kinder, die wichtigste Zelle, die kleinste Zelle im Staat. In der Bildung haben wir folgende Situation, wir haben es gehört: Bei 70 Mathematikarbeiten sind 40 durch­gefallen. Man muss den Unterrichtsstoff überdenken, ihn praktisch anpassen. Es hat keinen Sinn, dass wir den Schülern Formeln beibringen, dass wir sie mit Formeln quälen – ich sehe das bei meinen älteren Enkerln –, die sie nie im Leben brauchen, wenn sie nicht Mathematikprofessoren werden. Es wäre gut, wenn sie zumindest wieder einmal kopfrechnen könnten, das große Einmaleins, damit sie nicht bei jeder Rechnung das Handy herausnehmen müssen und sagen: Das habe ich gleich – 8 mal 8 ist 64.

Das wollte ich bewusst so herunterbrechen, denn ich denke, Bildung beginnt bei der Geburt. Es ist die beste Grundlage für die Bildung, gut ausgebildete, gut erzogene Kinder zu haben, die in einer warmen, guten familiären Stube aufwachsen und dann für das Leben vorbereitet diesen Bildungsweg beschreiten. Ich denke, das ist ganz wesentlich.

Ich wollte dem Herrn Kanzler noch etwas sagen, ich werde es ihm dann auch noch persönlich sagen; natürlich hat er den ländlichen Raum in der Fülle der Themen heute nicht so erwähnt. Kollege Auer hat es versucht, hat auch die Probleme, die durch die Agrarpolitik entstanden sind, dargestellt. Dort besteht großer Handlungsbedarf. Der ländliche Raum mit seinen Gemeinden, der ländliche Raum mit seiner Bevölkerung ist eine gewaltige Investitionskraft. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) – Na, Herr Kollege Krainer, komm halt einmal mit nach Oberösterreich! Ich zeige dir diese 400 Gemein­den, was da draußen läuft, welche wertvollen Klein- und Mittelbetriebe es da gibt, und, was das Wichtigste ist, diese Ernährungssouveränität, damit wir unsere Bevölkerung weiterhin mit regionaler, guter Nahrung versorgen können. Das ist gut für die Gesund­heit, das ist gut für unser Klima, das ist gut für unsere Zukunft – das Wesentlichste überhaupt – und für die Arbeitsplätze. (Beifall beim Team Stronach.)

Ich möchte aufgrund der fortgeschrittenen Zeit nur noch eines sagen: Wenn es ge­lingt – und die McKinsey-Studie besagt es, wir haben ein Potenzial von 35 Milliar­den € –, dieses wirklich zukunftsvolle Land auf die richtige Schiene zu bringen – das darf ich bei einem ehemaligen ÖBB-Chef sagen –, dann bin ich davon überzeugt, dass es gelingen könnte, dass wir dieses Österreich als Musterland in ganz Europa, vielleicht als Musterland und als Vorbild für die ganze Welt positionieren können, in dieser, sage ich einmal, entwurzelten Zeit, in dieser Zeit der Suche der Bevölkerung nach Planbarkeit und nach Verlässlichkeit.

Ich denke, diese Chancen sind da. Wir werden das, wo es geht, wirklich unterstützen. Ich wünsche für die Zukunft alles, alles Gute. (Beifall beim Team Stronach.)

14.13


Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu einer Stellungnahme hat sich Frau Staatssekretärin Mag. Duzdar gemeldet. – Bitte, Frau Staatssekretärin.

 


14.13.10

Staatssekretärin im Bundeskanzleramt Mag. Muna Duzdar: Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Sehr geehrte Abgeordnete! Auch für mich ist es ein Debüt, und ich freue mich sehr, hier heute vor Ihnen sprechen zu dürfen, und danke Ihnen schon jetzt im Voraus für den Vertrauensvorschuss.

Bundeskanzler Christian Kern hat mich vor wenigen Tagen gefragt, ob ich für das Amt der Staatssekretärin im Bundeskanzleramt zur Verfügung stehe, und ich habe mit Ja geantwortet. Ich habe Ja gesagt, weil ich mich in seinem Team des Aufbruchs einbrin-


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