glaube, es ist doch eher im Sinne der Patientin, gerade Befunde über so sensible Themen direkt mit dem Hausarzt oder Gynäkologen besprechen zu können als mit einem Arzt, den man vielleicht nicht so kennt, zu dem man das erste Mal gegangen ist.
Deshalb ist meine Frage: Ist im Rahmen der Evaluierung jetzt angedacht, Mammografie-Befunde auf Wunsch der Patientin an ihren Hausarzt oder Gynäkologen zu übermitteln?
Präsidentin Doris Bures: Bitte, Frau Bundesministerin.
Bundesministerin für Gesundheit Dr. Sabine Oberhauser, MAS: Das ist mir völlig neu. Wenn jemand seinen Hausarzt, seinen Gynäkologen angibt, wird der Befund natürlich an diesen versendet. (Abg. Königsberger-Ludwig: Genau!) Wenn es Einzelfälle gibt, in denen das nicht so ist, bitte ich Sie, mir das zu melden. Wir werden mit den Verantwortlichen des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms Rücksprache halten. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsidentin Doris Bures: Weitere Zusatzfrage? – Frau Abgeordnete Gamon, bitte.
Abgeordnete Claudia Angela Gamon, MSc (WU) (NEOS): Sehr geehrte Frau Ministerin! Ich würde gerne noch eine andere Frage zum Thema Frauengesundheit stellen, nämlich was den Themenbereich Verhütung und reproduktive Autonomie betrifft. Wir wissen durch Studien wie den Österreichischen Verhütungsreport, dass die Österreicher im europäischen Vergleich mit eher unwirksamen Methoden verhüten und das natürlich auch Probleme mit sich bringt, was die sexuelle Selbstbestimmung unter anderem auch von jungen Frauen betrifft.
Ich möchte Sie fragen, was Sie bis zum Ende der Legislaturperiode in den Bereichen Verhütung beziehungsweise Zugang zu Verhütungsmitteln, sexuelle Selbstbestimmung und reproduktive Autonomie planen.
Präsidentin Doris Bures: Bitte, Frau Bundesministerin.
Bundesministerin für Gesundheit Dr. Sabine Oberhauser, MAS: Wir werden spätestens im Herbst den Aktionsplan Frauengesundheit vorstellen, den wir noch gemeinsam mit Gabriele Heinisch-Hosek als Frauenministerin erarbeitet haben. Dieser gliedert sich in drei Bereiche: junge Frauen, Frauen im Erwerbsalter und ältere Frauen, wobei Verhütung natürlich ein großes Thema ist.
Sie wissen, dass Verhütungsmittel noch selbst bezahlt werden müssen, weil es nicht um eine Krankheit geht, damit ist das in der Sozialversicherung nicht abgedeckt. Ich glaube, dass man sehr viel in die Aufklärung investieren muss, auch hinsichtlich der Frage, wie man am besten verhütet. Das wird einer der Themenbereiche sein, der im Aktionsplan Frauengesundheit drinnen ist.
Präsidentin Doris Bures: Da alle Anfragen zum Aufruf gelangt sind, erkläre ich die Fragestunde nun für beendet und bedanke mich bei Ihnen, Frau Bundesministerin Dr. Oberhauser. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen sowie des Abg. Kumpitsch.)
Präsidentin Doris Bures: Hinsichtlich der eingelangten Verhandlungsgegenstände und deren Zuweisungen verweise ich gemäß § 23 Abs. 4 der Geschäftsordnung auf die im Sitzungssaal verteilte Mitteilung.
Die schriftliche Mitteilung hat folgenden Wortlaut:
A. Eingelangte Verhandlungsgegenstände:
Schriftliche Anfragen: 9482/J bis 9501/J
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