Nationalrat, XXV.GPStenographisches Protokoll138. Sitzung / Seite 131

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Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu einer Stellungnahme hat sich Frau Staatssekretärin Mag. Duzdar zu Wort gemeldet. – Bitte.

 


14.43.38

Staatssekretärin im Bundeskanzleramt Mag. Muna Duzdar: Sehr geehrte Abgeord­nete! Hohes Haus! Ich freue mich, dass ich erstmals als Staatssekretärin für den öffentlichen Dienst, im Bereich des öffentlichen Dienstes diese Dienstrechts-Novelle vorstellen darf. Ich sage immer, dass ein effizienter und moderner Staat auch einen starken öffentlichen Dienst braucht. (Abg. Pendl – Beifall spendend –: Bravo! – Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.) Das ist eben nur durch das große Engagement und die hohe Qualität der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im öffentlichen Dienst möglich.

Überall dort, wo in unserer Gesellschaft gesellschaftlicher Fortschritt stattfindet, nimmt der öffentliche Dienst eine Vorreiterrolle ein. Ich denke, dass wir hier nicht bescheiden zu sein brauchen, wenn wir uns beispielsweise den hohen Frauenanteil im öffentlichen Dienst anschauen, der bei 41,7 Prozent liegt, oder den Gender-Controlling-Bericht, den wir letzte Woche vorgestellt haben und der darlegt, dass der Anteil der Frauen in Führungspositionen ständig steigt. Hier liegen wir mittlerweile bei 34,5 Prozent. Und, meine sehr geehrten Damen und Herren, auch die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern sind im öffentlichen Dienst weitaus geringer als in der Privatwirtschaft. Hier zeigt sich, dass die Frauenförderungsprogramme tatsächlich wirken! (Beifall bei SPÖ und Grünen.)

Der Bund nimmt auch in vielen anderen Bereichen eine Vorreiterrolle ein. Beispiels­weise durch das Angebot von über 53 Lehrberufen ist der Bund der wichtigste und größte Lehrlingsausbildner Österreichs. Aber auch in Bezug auf Menschen mit Behin­derung erfüllt der Bund als Dienstgeber bereits seit 2007 vorbildlich die Vorgaben des Behinderteneinstellungsgesetzes. Das zeigt, dass wir eine fortschrittliche Politik machen, es zeigt aber auch, dass die Vielfalt, die wir leben, sich im öffentlichen Dienst wieder abbildet.

Sehr geehrte Damen und Herren! Das sind die Schwerpunkte, die ich setzen möchte. Ich möchte die Gleichstellung von Frauen und Männern im öffentlichen Dienst voran­treiben. Ich möchte die gelebte Diversität unserer Gesellschaft im öffentlichen Dienst noch stärker verankern. (Abg. Stefan: Was heißt das?) Wir möchten, dass die Men­schen ihre Potenziale und ihre Fähigkeiten bestmöglich im öffentlichen Dienst einbrin­gen können und die Diversität in ihrer Zusammensetzung, nämlich mit den unter­schied­lichen Lebensweisen, der Mehrsprachigkeit, den verschiedenen Kompetenzen, den öffentlichen Dienst stärkt.

Wir haben bereits so viele und so gut ausgebildete, motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst, die das gemeinsame Arbeiten in den Vordergrund stellen. Im öffentlichen Dienst ist die Zusammenarbeit eben für gemeinsame Ziele so wichtig. Ich sage auch immer, die Qualität des Staates bemisst sich auch an der Qualität seiner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Um es noch schöner und besser auf den Punkt zu bringen: Die Menschen, die in der öffentlichen Verwaltung arbeiten, stehen hier für etwas ganz Besonderes, denn sie sind die Visitenkarte des Staates. Sie repräsentieren den Staat und haben damit große Verantwortung.

Ich kann daher nicht oft genug betonen, wie viel ich als Staatssekretärin im öffentlichen Dienst an Engagement und an Professionalität der Bediensteten miterleben durfte. Daher möchte ich meine aufrichtige Wertschätzung zum Ausdruck bringen.

Aber, sehr geehrte Abgeordnete, an dieser Stelle ist es mir ein persönliches Anliegen, auch als Staatssekretärin für den öffentlichen Dienst persönliche Worte an die Kolle­ginnen und Kollegen von der Polizei zu richten, die letzte Woche in Penzing im


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