Nationalrat, XXV.GPStenographisches Protokoll194. Sitzung / Seite 170

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Leider Gottes ist es so, dass sehr viele Betriebe nicht mehr bereit sind, Lehrlinge auszubilden, weil es einerseits nicht genügend Qualität gibt und andererseits die Kosten für diese Ausbildung zu hoch werden. 2008 wurde der 2004 eingeführte Blum-Bonus abgeschafft. Es wurde ein Lehrlingspaket eingeführt. Dieses Lehrlingspaket hat jedoch nicht wie der Blum-Bonus, der zu 12 500 neuen Lehrstellen geführt hat, für genügend neue Lehrstellen gesorgt.

Deshalb ist es, wie wir glauben, notwendig, dass wir einen neuen Blum-Bonus mit einer Qualitätssicherung einführen, das heißt, dass wir für die Ausbildungsbetriebe einen Treuebonus von 2 000 € für maximal zwei Lehrlinge pro Unternehmen wollen und dass wir einen Zusätzlichkeitsbonus von 3 000 € für alle Unternehmen wollen, die mehr Lehrlinge ausbilden, jedoch begrenzt auf fünf Lehrlinge, und einen Qualitäts­bonus von 3 000 € in der Mitte der Lehrzeit, wobei die Qualität der Ausbildung kon­trolliert wird.

Deshalb mein Entschließungsantrag:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten Bernhard Themessl, Kolleginnen und Kollegen betreffend Einfüh­rung des Blum-Bonus Neu

Der Nationalrat wolle beschließen:

„Die Bundesregierung wird aufgefordert, dem Nationalrat eine Regierungsvorlage zuzuleiten, mit der der Blum-Bonus Neu eingeführt wird.“

*****

(Beifall bei der FPÖ.)

15.04


Präsidentin Doris Bures: Der Entschließungsantrag ist ordnungsgemäß eingebracht und steht daher mit in Verhandlung.

Der Antrag hat folgenden Gesamtwortlaut:

Entschließungsantrag

des Abgeordneten Bernhard Themessl und weiterer Abgeordneter betreffend Einführung des Blum-Bonus Neu

eingebracht im Zuge der Debatte zu Tagesordnungspunkt 1: Bericht des Budgetaus­schusses über den Bundesrechnungsabschluss für das Jahr 2016 (III-401 und Zu III-401/1768 d.B.) in der 194. Sitzung des Nationalrates am 20. September 2017

Das im Jahr 2008 von der Regierung eingeführte Lehrlingspaket wurde in der Öffent­lichkeit als Projekt angekündigt, das den Fachkräftebedarf absichern würde. Im selben Jahr wurde der sogenannte Blum-Bonus abgeschafft, der durch den Einsatz von ca. 100 Millionen Euro über 12.500 betriebliche Lehrstellen gebracht hat.

Weitere Förderungen wie der Blum-Bonus II und der Ausbildungsnachweis zur Mitte der Lehrzeit (Praxistest) wurden in der Folge ebenso gestrichen.

Aus unserer Sicht wäre die Einführung eines weiter entwickelten Blum-Bonus Neu notwendig, um der derzeitigen Situation am Lehrstellenmarkt und der bestehenden Lehrstellenlücke entgegen zu wirken.

 


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