Nationalrat, XXV.GPStenographisches Protokoll197. Sitzung / Seite 116

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umsetzen. Für uns ist es einfach wichtig, dass jeder Jugendliche in Österreich die Chan­ce auf eine Ausbildung, auf eine faire Ausbildung, auf echte Perspektiven hat und dass jeder Jugendliche wirklich alle Möglichkeiten, alle Chancen und alle Rechte hat, egal, welcher sozialen Herkunft er ist. Dafür setzen wir Grüne uns ein. Auch dafür wird am 15. Oktober jede Stimme notwendig sein. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)

14.59


Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Kucharowits. – Bitte schön, Frau Abgeordnete.

 


14.59.38

Abgeordnete Katharina Kucharowits (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr ge­ehrte Frau Ministerin! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Liebe Kolleginnen und Kol­legen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Kollege Schmid, lieber Julian, Lehrlinge wer­den in der SPÖ ungemein wertgeschätzt. (Beifall bei der SPÖ.)

Deshalb zum einen heute unser Antrag zur Abschaffung der Internatskosten. Ich bin wirklich gespannt, wer hier definitiv mitgeht, weil man dann im Konkreten sieht, wer sich für Gerechtigkeit für Lehrlinge einsetzt. (Beifall der Abg. Moser.)

Das Zweite ist: Auch die 700 €, die als Lehrlingsentschädigung ganz wesentlich wären, um die Wertschätzung gegenüber Lehrlingen zum Ausdruck zu bringen, sind eine For­derung, die von uns kommt und dringend Unterstützung von anderen benötigen würde.

Ganz kurz ein Wort zu dir, Julian. Wir haben gemeinschaftlich einen Antrag zur politi­schen Bildung eingebracht – ich möchte das an dieser Stelle schon erwähnen –, es wa­ren nicht ausschließlich die Grünen. Wir fordern das schon lange, zum Beispiel auch da­mals in Kombination mit der Geschichte Wählen ab 16. Ich möchte das einfach festhal­ten, weil du es vorhin nicht ausgeführt hast.

Den gemeinsamen Entschließungsantrag haben wir gemeinsam gestaltet und auch ge­meinsam beschlossen. Es gibt das Fach Politische Bildung nicht als Einzelfach, das ist völlig richtig, aber es gibt ein Modul; es gibt Schwerpunkte, die man setzen kann, und – ganz klar – wir wollen es auch ausbauen. Wir bleiben da dran und werden nicht lo­ckerlassen, aber wie bei so vielem in der Bildungspolitik bedarf es der Überzeugungs­arbeit von allen.

Wir brauchen auch nicht mehr Studien. Wir haben Studien auf dem Tisch liegen, mit denen wir – im Übrigen nicht erst seit heute – arbeiten, zu denen bereits Gesetze be­schlossen wurden, nämlich das Innovationsstiftung-Bildung-Gesetz, das ganz zentral ist, um zum Beispiel verschränkte ganztägige Schulen auf die Beine zu stellen.

Das tun wir nicht, weil wir es uns einbilden. Vielmehr belegen Studien, dass es für Kin­der und Jugendliche einfach wichtig ist, Bildung umfassend zu erfahren, Musik und Sport kennenzulernen, Freizeitmöglichkeiten zu haben und Hausaufgaben in der Schule zu erledigen, um auch den Stress zu Hause herauszunehmen und den Druck seitens der Eltern nicht mehr zu haben; aber auch, liebe Kolleginnen und Kollegen, um ein gemein­sames warmes Mittagessen zu haben, denn – ganz offen gesprochen – wir können es uns vermutlich nicht vorstellen, aber es gibt Kinder und Jugendliche, die keine warme Mahlzeit am Tag haben.

Auch das wollen wir mit den verschränkten ganztägigen Schulen leisten. Es soll, so wie die Frau Ministerin gesagt hat, kostenfrei sein, denn das ist das wichtigste Element. (Ruf bei der FPÖ: Das ist gut! Mit echter Küche, bitte, mit gekochtem Essen!) In diesem Sinn braucht es freilich noch mehr.

Zum Schulautonomiepaket: Was ist mit dem Schulautonomiepaket gelungen? – Das ist die Modellregion einer gemeinsamen Schule. Ich halte das aus sozialdemokratischer


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