Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll1. Sitzung / Seite 23

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auch die drei Präsidenten wählen. Die Vorschläge liegen auf dem Tisch, und selbstver­ständlich werden wir Freiheitliche im Sinne der Usance alle Vorschläge, die von den drei stärksten Parteien gemacht worden sind, nicht nur respektieren, sondern auch die vorgeschlagenen Kandidaten wählen.

Ich möchte aber auch Dank an Präsidentin Doris Bures zum Ausdruck bringen, denn sie hat in den letzten Jahren ihren Vorsitz als Präsidentin wirklich in einer parteipoli­tisch unabhängigen Art und fachlich exzellent geführt. Dafür gehört ihr auch Dank und Anerkennung ausgesprochen. (Allgemeiner Beifall.)

Ich möchte die Gelegenheit auch nutzen, mich beim scheidenden Zweiten Präsidenten Karlheinz Kopf zu bedanken, denn auch von ihm wurde das sehr, sehr verantwor­tungsbewusst gelebt. Es gab in der Präsidiale immer eine sehr, sehr gute und korrekte Zusammenarbeit. Das Parlament kann darauf stolz sein, diese zwei Persönlichkeiten als Präsidenten gehabt zu haben. (Allgemeiner Beifall.)

Wir werden die vorgeschlagene Präsidentin, die Kandidatin Frau Elisabeth Köstinger unterstützen. Wir werden auch die vorgeschlagene Zweite Präsidentin Doris Bures un­terstützen. Wir ersuchen alle im Haus vertretenen Abgeordneten, auch unseren Vor­schlag als drittstärkste politische Kraft im Hohen Haus zu unterstützen und Norbert Ho­fer zum Dritten Präsidenten zu wählen. Norbert Hofer ist ja bereits seit dem Jahr 2013 in dieser Funktion tätig und hat sicherlich bewiesen, dass er den Vorsitz in einer über­parteilichen und unaufgeregten Art und Weise geführt und gelebt hat. (Beifall bei FPÖ, ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS.)

Zum Abschluss wünsche ich uns allen eine gute Zusammenarbeit und hoffe darauf, dass wir uns bei allen Unterschieden doch in vielen notwendigen inhaltlichen Berei­chen finden können. Ich denke, das ist die Erwartungshaltung, die auch die österreichi­sche Bevölkerung hat. Alles, alles Gute jedem einzelnen Abgeordneten! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)

10.48


Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Klubobmann Dr. Matthias Strolz. – Bitte.

 


10.48.58

Abgeordneter Mag. Dr. Matthias Strolz (NEOS): Frau Präsidentin! Geschätzte Re­gierungsmitglieder! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Bürgerinnen und Bürger, die Sie dieser Feierstunde der Demokratie beiwohnen! Es ist ein berührender Moment – für mich persönlich das zweite Mal –, diese Konstituierung des Nationalrates, die In­kraftsetzung der gewählten Volksvertretung. Wir 183 Menschen haben die Verantwor­tung oder die Aufgabe, das Wohl einer Gemeinschaft von mittlerweile fast neun Mil­lionen Menschen zu leiten, Entscheidungen im Auftrag dieser fast neun Millionen Men­schen zu fällen.

Ich denke, wir alle spüren, dass damit große Verantwortung verbunden ist. Dieser Auf­bruch hat natürlich auch einen gewissen Zauber, in der Art der Festlichkeit, wie wir uns hier versammeln. Ich denke, dass wir gerade auch mit dem Singen der Bundeshym­ne – „Heimat großer Töchter und Söhne“, hoffentlich auch großer Chancen – gemein­sam zuversichtlich auf die nächsten fünf Jahre schauen.

Politik ist der Ort, an dem wir uns ausmachen, wie wir miteinander leben, wie wir gut miteinander leben. Das ist die Definition, das Verständnis von Politik, das wir uns als Bürgerinnenbewegung, als Bürgerbewegung gegeben haben. Das erste heilige Wohn­zimmer der Republik, der res publica, der öffentlichen Sache, ist das Hohe Haus. Hier wohnt die Politik, dieses Ringen um das Gemeinsame, um das Außerstreitstellen, wie wir miteinander leben wollen.

 


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