Daher gilt es auch, allen Marktbeschickerinnen und Marktbeschickern einen besonderen Dank auszurichten. In meiner Zeit als Stadtrat in Villach war ich für das Marktwesen zuständig und habe dort natürlich viele Gespräche geführt, ich mache das heute noch, bin begeisterter Markteinkäufer. Das, was einen Markt ausmacht, ist die besondere Nähe der KonsumentInnen zu den Marktbeschickern, wobei man über die Produkte spricht, aber auch darüber, wie sie produziert werden, mit welcher Wertschätzung man mit den Tieren umgeht, und auch, was es Neues in den Familienverbänden gibt. Dieser besonderen Nähe ist es meiner Meinung nach auch geschuldet, dass – wie viele Studien ausweisen – sich die Menschen immer mehr wünschen, dass die regionalen Wirtschaftskreisläufe unterstützt werden und die regionale Nahversorgung eine besondere Priorität genießt.
Dieses Bekenntnis der österreichischen Bundesregierung zur Qualität der regionalen Nahversorgung ist im Regierungsprogramm dargelegt. Es geht darum, dass wir die Selbstversorgung der österreichischen Bevölkerung erhöhen, dass es die Möglichkeit gibt, mehr gesunde regionale Lebensmittel für alle Bevölkerungsbereiche zugänglich zu machen. Natürlich bedarf es einer ständigen Verbesserung, sei es auf rechtlicher Ebene, auf europäischer, auf nationaler, aber vor allem auch auf regionaler und lokaler Ebene.
Ich darf mich glücklich schätzen, dass wir im Konsumentenschutzausschuss eine sehr gute Atmosphäre unter allen Parteien haben und dass wir eine starke Unterstützung der Ministerin und auch der Nachhaltigkeitsministerin für diese wertvolle Arbeit erreichen.
Meine Damen und Herren! Der wesentliche Punkt ist aber, dass die Macht beim Konsumenten liegt. Die Konsumentin und der Konsument entscheiden darüber, welche Lebensmittel gekauft werden, und vor allem, welche Produktionsweisen forciert werden. Im Ozean der Logos, der Kennzeichnungen und der Bebilderungen in Supermärkten ist es für den Konsumenten oft sehr schwer, sich zu orientieren. Wir sind sehr froh darüber, dass es mit dem AMA-Gütezeichen einen Leuchtturm gibt, der ganz klar eine Orientierung gibt, dass beim Kauf eines solchen Lebensmittels auch die direkten und regionalen Wirtschaftskreisläufe unterstützt werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Wir werden im Konsumentenschutzausschuss auf Augenhöhe und respektvoll eine ständige Weiterentwicklung der Gütesiegel anstreben. Diese Materie wird ja nun dem Landwirtschaftsausschuss zugewiesen. Ich bitte Sie in diesem Sinne aber, gemeinsam daran zu arbeiten, dass wir Österreich auch im Konsumentenschutz wieder an die Spitze bekommen. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP sowie Beifall bei der FPÖ.)
17.27
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Dr. Peter Kolba. – Bitte.
Abgeordneter Dr. Peter Kolba (PILZ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich war 26 Jahre im VKI, und in unserem Testmagazin „Konsument“ sind wir immer wieder darauf eingegangen, wie viele Gütezeichen es gibt. Kollege Weidinger hat gerade von der Macht der Konsumenten gesprochen. Die Macht der Konsumenten ist natürlich eine, eine Marktmacht, man kann aussuchen, was man kauft; dafür braucht man aber sozusagen eine entsprechend gute Information zu seiner Kaufentscheidung.
HomeGesamtes ProtokollVorherige SeiteNächste Seite