Beteiligung erhöhen können und wie wir die Männer beim Kinderbetreuungsgeld am besten mitnehmen können.
Wir wollen natürlich anonyme und kostenlose Beratungsleistungen für Familien fördern, wir wollen Elternbildung fördern. Elternbildung ist ein ganz wichtiges Instrument, damit diese dann ihre Kinder darauf hinweisen, wie sie zum Beispiel mit einem Handy umgehen, wie sie mit einem Tablet umgehen. (Zwischenruf des Abg. Rossmann.) Ich denke, gerade in diese neuen Medien muss man investieren, aber vor allem auch in die Elternbildung in diesem Zusammenhang. Wir wollen Gewaltprävention und natürlich auch Projekte fördern, die Eltern und Kinder in schwierigen Situationen begleiten.
Außerdem ist mir natürlich die Jugendpolitik ein ganz wichtiges Anliegen, das wurde bereits am Anfang erwähnt. Ich möchte den Jugendlichen in Österreich wirklich für ihr Engagement danken. Ich freue mich auch, dass so viele Jugendliche in der außerschulischen Arbeit ganz viel machen, bei vielen Projekten dabei sind und auch wirklich viel im Ehrenamt tun. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Es ist uns daher ganz, ganz wichtig, Jugendliche bestmöglich mit unserer Jugendförderung zu unterstützen. Jugendpolitik ist auch eine Querschnittsmaterie, das heißt, es betrifft nicht nur mein Ressort, sondern auch andere Ministerien. Ich darf zum Beispiel das Programm Erasmus+ erwähnen, welches wir niederschwelliger machen wollen, damit auch Jugendliche, die bisher nicht in das Erasmus+-Programm hineinkamen, daran teilnehmen können. Außerdem wollen wir da einen Bürokratieabbau vornehmen.
Jugendmobilität ist uns auch ganz wichtig. Im diesem Sinne freue ich mich, dass wir während unserer EU-Ratspräsidentschaft die neue europäische Jugendstrategie mitentwickeln dürfen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Wo ist das im Budget?)
Mit diesem Budget stellen wir sicher, dass die Familien in Österreich die nötige Unterstützung erhalten und dass wir eine Weichenstellung für die Zukunft unserer Kinder vornehmen. (Lang anhaltender Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Rossmann: Schütterer Applaus!)
18.24
Präsidentin Doris Bures: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Claudia Plakolm. – Bitte.
Abgeordnete Claudia Plakolm (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe ZuseherInnen der heutigen Nationalratssitzung! 175 Abgeordnete hier herinnen haben seit ihrer Geburt eine Politik des Schuldenmachens erlebt – 175 von 183 Abgeordneten! (Abg. Krainer: Aber letztes Jahr sind die Schulden zurückgegangen! – Abg. Haider – in Richtung Abg. Krainer –: Das ist ein Irrtum! – Abg. Krainer: Nein! Nein! Kollege Fuchs, um wie viele Milliarden sind die Schulden zurückgegangen?) Nur acht von uns waren schon auf der Welt, als die Republik zum letzten Mal Schulden abgebaut hat, das war vor über 60 Jahren. Seither erleben wir permanente Schuldenpolitik, eine Schuldenpolitik auf Kosten der nächsten Generationen. (Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Denke ich an meine Schulzeit zurück, erinnere ich mich, dass wir gelernt haben, dass es eigentlich gelebte Praxis ist, dass ein Staat Schulden macht und ein Staat auch Schulden hat. Aktuell haben wir 290 Milliarden Euro Staatsschulden. Unsere Kinder und Jugendlichen tragen einen Schuldenrucksack von circa 33 000 Euro auf ihren Schultern. Jedes Neugeborene in Österreich kommt mit 33 000 Euro Schulden zur Welt.
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