Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll19. Sitzung, 17., 18. und 19. April 2018 / Seite 444

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Entschließungsantrag

Der Nationalrat wolle beschließen:

„Die Bundesregierung, insbesondere der Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung, möge die derzeit unzureichende Budgetierung des Wissenschafts­fonds (FWF) für die Jahre 2018 und 2019 so weit erhöhen, dass der von der letzten Bundesregierung vorgegebene sukzessive Zielpfad von 290 Mio Euro im Jahr 2021 erreicht werden kann.“

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Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Der Antrag ist ordnungsgemäß eingebracht, aus­reichend unterstützt und steht daher mit in Verhandlung.

Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Kaufmann. – Bitte.


10.11.47

Abgeordnete Martina Kaufmann, MMSc BA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bildungs- und Wissenschaftsminister! Sehr geehrter Herr Finanzmi­nister! Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen hier im Hohen Haus! Liebe Gäste auf der Galerie und vor allem auch vor den Bildschirmen! Heute diskutieren wir über das Thema Bildung und Wissenschaft, ein Thema, das mich eigentlich zum politi­schen Engagement gebracht hat. Damals, mit 15 Jahren, wollte ich einiges in unserem Bildungssystem verändern – es gab immer viele Hürden.

Mit dem vorliegenden Budget und mit diesen Maßnahmen, die uns auch der Herr Mi­nister heute schon teilweise skizziert hat, gelingt es uns, eine Veränderung in unserem Bildungssystem herbeizuführen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)

Als Sprecherin der ÖVP für Berufsausbildung und Lehre möchte ich zuerst zu diesem Bereich ein paar Worte sagen. Wir haben im internationalen Vergleich viele Möglich­keiten für unsere jungen Österreicherinnen und Österreicher in dieser Ausbildungs­form. Wir sind stolz auf sie, wir haben Weltmeisterinnen und Weltmeister in diesen Lehrberufen. Wir haben gute, gut ausgebildete junge Menschen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Kassegger.)

Allerdings stehen wir vor folgender Herausforderung – das sind Zahlen aus dem Jän­ner –: Es gibt 20 000 offene Lehrstellen und nur 10 000 Lehrstellensuchende. Wir müs­sen da ansetzen! Ich kann hier nur allen Jugendlichen, die im Moment dabei sind, zu überlegen, was sie weiter machen wollen, ob sie im Herbst weiter in die Schule gehen oder einen Beruf erlernen werden, Folgendes mitgeben: Schaut euch die gesamte Breite der 200 Lehrberufe, die wir in Österreich haben, an! Wenn ihr den Weg der Be­rufsausbildung einschlagt, werdet ihr eine gute Zukunftsperspektive haben. Diesen Ap­pell möchte ich auch an die Eltern richten. Es gibt wirklich gute Möglichkeiten – es ist heute schon angesprochen worden –, wir werden auch im Bereich der Berufsschulen investieren. 17 Millionen Euro wird es zusätzlich für Unterrichtsstunden für Lehrerinnen und Lehrer in diesem Bereich geben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)

Außerdem – und das spricht auch wieder für die Durchlässigkeit unseres Systems – gibt es die Möglichkeit, während der Lehre auch die Matura zu machen. Auch das wird fortgeführt, da werden mehr Mittel zur Verfügung gestellt werden.

Ich möchte zu einem anderen Bereich wechseln, und zwar zu den Universitäten. Da gelingt es uns mit dem Hochschulbudget, 500 zusätzliche Professorinnen- und Profes­sorenstellen zu schaffen, womit dafür Sorge getragen werden kann, dass junge Men-


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