Digitale Technologien beeinflussen unsere Arbeits- und Lebenswelten stark und haben dazu geführt, dass sich ganze Berufsgruppen neu definieren müssen. ExpertInnen sind sich einig, wir sehen erst die Spitze des Eisberges. Aufgabe der Schule ist es, unseren Kindern und Jugendlichen das Rüstzeug mit auf den Weg zu geben, um sie auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Daher ist es wichtig, Ihnen neben den Grundkompetenzen Lesen, Schreiben, Rechnen auch digitale Kompetenzen zu vermitteln.
Schülerinnen und Schüler müssen digitale Inhalte richtig einordnen können, sie brauchen technisches Know-How und sollen bereits ab der Grundschule spielerisch programmieren lernen.
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden wurde in der vergangenen Legislaturperiode die Digitalisierungsstrategie „Schule 4.0“ ausgearbeitet und gestartet, die von der Vermittlung von technischen Fähigkeiten bis zur Medienbildung reicht und die gesamte Schullaufbahn (1. – 12. Schulstufe) umfasst. Die vier Säulen dieser Strategie teilen sich in „Digitale Grundbildung ab der Volksschule“, „Digital kompetente PädagogInnen“ (digitale Aus- und Weiterbildung der LehrerInnen), „Infrastruktur und IT-Ausstattung“ (Breitband, Tablets, Laptops) und „Digitale Lerntools“ (kostenfreie Lehr- und Lernmaterialien). Um dieses Konzept erfolgreich umzusetzen, darf keine der Säulen vernachlässigt werden.
Die digitalen Herausforderungen beschränken sich jedoch nicht nur auf SchülerInnen, sondern sind ebenso ein zentrales Thema für die Erwachsenenbildung.
Die unterfertigten Abgeordneten stellen daher folgenden
Entschließungsantrag
Der Nationalrat wolle beschließen:
„Der Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung wird aufgefordert, die Digitalisierungsstrategie „Schule 4.0“ umgehend umzusetzen, die notwendigen finanziellen Ressourcen bereit zu stellen und Vorsorge zu treffen, dass dieses Thema auch in der Erwachsenenbildung im Sinne von lebensbegleitendem Lernen Einzug hält. “
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Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Der Antrag ist ordnungsgemäß eingebracht, ist ausreichend unterstützt und steht somit auch in Verhandlung.
Wir kommen zum nächsten Redner: Herr Abgeordneter Hofinger. – Bitte.
Abgeordneter Ing. Manfred Hofinger (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Bacher, Digitalisierung ist nicht alles! Ich möchte auch den Vorrednern der Opposition schon einen Wink geben: Die Wissensvermittlung erfolgt trotzdem im großen Stil durch unsere Pädagoginnen und Pädagogen. Das Schlechtreden unseres Schulsystems und unserer Pädagoginnen und Pädagogen ist wirklich etwas, was ein Lehrer nicht hören möchte, denn, wie gesagt, es erfolgt sehr viel Wissensvermittlung und es steckt persönliches Engagement über das normale Maß hinaus drin; das haben sie sich nicht verdient. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Wir beschließen heute ein großes Budget, ein Doppelbudget, von 8,8 Milliarden Euro, das eine Steigerung in Höhe von 670 Millionen Euro erfahren hat, und das ist gut so. 2019 werden wir das erste Mal das Budget ausgleichen können – und trotzdem inves-
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