Die unterfertigten Abgeordneten stellen daher folgenden
Entschließungsantrag
Der Nationalrat wolle beschließen:
„Die Bundesregierung wird aufgefordert, das Budget für aktive Arbeitsmarktpolitik durch das AMS um jeweils 300 Mio. € in den Jahren 2018 und 2019 aufzustocken. Diese zusätzlichen Mittel sollen zweckgebunden werden für:
- Ein Nachfolgeprogramm der Aktion 20.000, mit dem zielgerichtet und regional ältere Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt (re-)integriert werden können.
- Die Fortführung der Maßnahmen des Integrationsjahres zur Sicherstellung der Arbeitsmarktintegration anerkannter Flüchtlinge, denn Spracherwerb, Arbeit und Einkommen sind wesentliche Bestandteile gelungener Integration.
- Maßnahmen zur Umsetzung der Ausbildungsgarantie bis 25 Jahre."
*****
Präsidentin Doris Bures: Der Entschließungsantrag ist ausreichend unterstützt, ordnungsgemäß eingebracht und steht daher mit in Verhandlung.
Zu Wort gemeldet ist nun Frau Bundesministerin Mag.a Beate Hartinger-Klein. – Bitte, Frau Ministerin.
Bundesministerin für Arbeit, Soziales,
Gesundheit und Konsumentenschutz
Mag. Beate Hartinger-Klein: Sehr
geehrte Frau Präsident! Meine Damen und Herren! Hohes Haus!
Liebe Österreicherinnen und Österreicher! Am Wahltag haben wir Österreicherinnen
und Österreicher für eine Veränderung und eine Erneuerung
unserer Heimat gestimmt, und diesen Auftrag – das ist auch der
feste Wille der Bundesregierung – wollen wir erfüllen:
Veränderung im Sinne unserer Heimat. (Beifall bei
der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Bei allem, was ich mir als Bundesministerin vornehme, sei es die künftige Struktur des AMS, sei es die Struktur bei den Sozialversicherungsträgern, habe ich immer das Wohl der Bürger und Bürgerinnen und deren berechtigte Ansprüche klar vor Augen. Alles, was ich unternehme, zielt auf die Verbesserung der Leistungen für die Bürger ab. Es wird zu keiner Verschlechterung jener Leistungen kommen, die den Menschen aufgrund unseres Gesellschaftsvertrages zustehen und für die sie auch einzahlen, und zwar sowohl einzahlen aus Steuermitteln als auch aus Sozialversicherungsbeiträgen. Ganz im Gegenteil: Durch Effizienzverbesserung werden zusätzliche Mittel aus dem System für die Versorgung frei.
Eine aktive Arbeitsmarktpolitik bedeutet, dass aufgrund der zu erwartenden Wirtschafts- und Beschäftigungsentwicklung die verschiedenen Maßnahmen je nach Arbeitsmarktlage zielgerichtet und kosteneffektiv ausgerichtet werden. Die wesentlichen Auszahlungspositionen lassen sich dabei in Qualifizierungs-, Unterstützungs- und Beschäftigungsmaßnahmen und -programme des AMS und des Sozialministeriums sowie des ESF klassifizieren.
Gerade weil ich den Arbeitskräftebedarf der österreichischen Unternehmer nach qualifizierten Kräften ernst nehme, werde ich dem Fachkräftemangel entschieden entgegenwirken. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
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