Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll28. Sitzung, 13. Juni 2018 / Seite 147

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schriftlich. Es gibt Schülerinnen und Schüler, die tun sich schriftlich leichter, und an­dere, die tun sich mündlich etwas leichter. Daraus erkläre ich mir auch, dass es bei den Kompensationsprüfungen vor allem in Mathematik dazu gekommen ist, dass sich etliche Schülerinnen und Schüler ein Nicht genügend ausbessern konnten. Dazu darf ich auch recht herzlich gratulieren.

Herausfordernd ist – und das haben wir auch heuer bei den Aufgaben der Mathematik­matura gesehen –, dass ein sehr gutes Leseverständnis erforderlich ist. Das ist ein Grund mehr, unsere geforderten Deutschförderklassen so schnell wie möglich einzu­führen, um unseren Kindern eine gute Grundlage für ihren weiteren Bildungsweg zu geben. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)

Mein zweiter Punkt ist: Ich sehe die Zentralmatura auch aus Sicht einer Mutter mit drei Töchtern, die die Matura noch vor sich haben. Da in zwei Jahren bei meiner zweiten Tochter die Matura ansteht, möchte ich ihr und allen zukünftigen Maturantinnen und Matu­ranten vor allem eines gewährleisten, und das ist Kontinuität. Unter Kontinuität verstehe ich, dass das Niveau der Aufgabenstellungen für die Matura konstant bleibt und sich nicht jährlich ändert.

Drittens, meine Sicht über die Zentralmatura als Nationalrätin und Lehrerin: Unser Bil­dungsminister Faßmann hat bereits bekannt gegeben, an den Instrumenten zu schär­fen. Das finde ich notwendig. Begrüßenswert ist diesbezüglich eine fundierte Evaluie­rung unter Einbeziehung der Lehrerinnen und Lehrer, um auf keinen Fall den Praxisbezug zu verlieren. (Beifall bei der ÖVP.)

Verunsicherung soll und darf es in diesem Bereich nicht geben. Wir sind es unseren Schülerinnen und Schülern schuldig, dass sie sich darauf verlassen können, gut vor­bereitet und unterstützt ihre Matura ablegen zu können. Wir sind es ihnen schuldig – machen wir das! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)

16.46


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Herr Abgeordneter Hauser ist zu Wort gemel­det. – Bitte.


16.46.37

Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Kollege Strolz, danke für die Auswahl des Themas! Ich denke, es ist immer gut, wenn wir über Bildung, über Aus- und Weiterbildung nachdenken. Das ist unser Potenzial! Wir müssen schauen, dass wir aus diesem vielen Geld – dieses Jahr immerhin 8,8 Milliarden Euro im Budget – das Beste für unsere Kinder machen. Das ist unsere Zukunft, das ist unser Potenzial, und deswegen ist jede Debatte hier im Hohen Haus über Bildung einfach notwendig und wichtig, auch wenn wir bei diesem Thema – auch da – nicht in jedem Punkt über­einstimmen.

Zur Matura und dazu, was Matura ist, wurde vieles gesagt, aber Matura ist mit Sicherheit eines, nämlich der krönende Abschluss einer Schullaufbahn; und deswegen verdienen unsere Jugendlichen die Chance, zu zeigen, was sie über die Jahre gelernt haben.

Glauben Sie mir – jeder weiß das, jeder von uns hat selber maturiert, jeder hat Kinder, zum Teil noch in der Ausbildung stehend –, die Vorbereitung auf die Matura ist in Wahrheit ein jahrelanger Stress! Jeder, der einmal im Bildungssystem drinnen war, weiß, dass bereits spätestens ab der siebten Klasse AHS von der Matura gesprochen wird, so nach dem Motto: Schaut euch das an, das wird möglicherweise für die Matura von Bedeutung sein!

 


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