Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll28. Sitzung, 13. Juni 2018 / Seite 149

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werden weiterbezahlt, also wird auch die Vorbereitung bezahlt. Also das sind alles Argumente, die durchaus ins Leere gehen.

Wir sind ergebnisoffen, und man kann durchaus darüber nachdenken, ob man tat­sächlich eine Teilmatura macht, mit einem Pflichtteil, in dem Grundkompetenzen öster­reichweit differenziert nach Schulsystem abgeprüft werden, und eben einer Kür, die je nach Schultyp vor Ort vorgegeben wird. Über so etwas können wir nachdenken, was wir auch sicherlich tun werden. Also das ist sicherlich ein positiver Anreiz.

Dann noch ein Wort zur Digitalisierung, weil Kollegin Griss so ausführlich darüber ge­sprochen hat und Kollege Strolz das auch in seinem Antrag angeregt hat: Grund­sätzlich gilt diesbezüglich, dass wir zukünftig überhaupt dynamische Lehrpläne brauchen, weil eben die Digitalisierung so rasch voranschreitet, dass wir gar nicht in der Lage sein werden, hinsichtlich der Lehrpläne immer mit diesem Tempo nachzuziehen. Wir wer­den einfach unsere Türen und Fenster noch weiter öffnen müssen, um die fortschrei­tende Digitalisierung natürlich auch in der Schule ankommen zu lassen. Das wird notwendig sein, in diese Richtung werden wir also sicherlich auch denken müssen.

Abschließend noch ein Wort zu dem SPÖ-Kollegen, der gemeint hat: Na ja, der Antrag, den wir heute hier und jetzt einbringen, das ist so ein No-na-net-Antrag. Herr Kollege Kovacevic, wenn man sich diesen Antrag anschaut, dann stellt man fest, dass da unglaublich viel drinsteht. Ich gehe einmal davon aus: Bitte lesen, bevor man so etwas kritisiert! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich darf also den einen oder anderen Satz schnell noch einmal zitieren: „Der Nationalrat wolle beschließen: ‚Der Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung wird ersucht, die Durchführung der Stan­dardisierten Reife- und Diplomprüfung einer Analyse zu unterziehen und gezielte Maßnahmen zu entwickeln, um die einer Matura innewohnenden Ziele‘“ – et cetera, et cetera – „der zentral vorgegebenen Prüfungsaufgaben sicherzustellen.“ – Also das ist wirklich konkret! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)

Das beschließen wir heute, das machen wir. Wir werden Schritt für Schritt auch die Matura dementsprechend positiv weiterentwickeln. Ich bedanke mich bereits jetzt für die möglichst breite Zustimmung und für das Thema, das Sie, Kollege Strolz, vorge­geben haben. – Danke schön. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)

16.55


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Herr Abgeordneter Rosenberger ist zu Wort ge­mel­det. – Bitte.


16.55.29

Abgeordneter Dipl.-Ing. Alois Rosenberger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, Be­sucher auf der Galerie und Damen und Herren vor den Fernsehgeräten! Herzlichen Dank für die sachliche Diskussion! Das freut mich besonders. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)

Die Reifeprüfung ist meiner Meinung nach nicht nur der krönende Abschluss einer Schullaufbahn, sondern auch eines Lebensabschnitts, eines nicht unkritischen Lebens­abschnitts. Wir sollten uns gesellschaftlich diesem Prüfungsformat weiterhin zuwen­den, diese Berechtigung erhalten, einerseits die berufliche Berechtigung in den berufs­bil­den­den höheren Schulen, andererseits den Zugang zu den tertiären Bildungsein­rich­tun­gen.

Ich darf denjenigen, die es im ersten Anlauf noch nicht ganz geschafft haben, von dieser Stelle aus alles Gute wünschen, so wie ich es immer gegenüber meinen Maturantinnen und Maturanten gemacht habe – auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut –: Nehmen Sie das Ergebnis ernst, aber gelassen, Ihr gültiges Reifeprüfungs-


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