Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll36. Sitzung, 5. Juli 2018 / Seite 238

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Hochschulbereich haben keine Zukunft, das heißt, die FHs sind angekommen. Das ist etwas, das – und das weiß ich natürlich – viele im Universitätssystem noch manchmal ein wenig kränkt.

Ich glaube aber, dass die Grenzen zu den Unis eben nicht mehr so dogmatisch gese­hen werden dürfen: Gerade dort, wo es vermehrt Kooperation zwischen den Sektoren gibt, ist man sehr erfolgreich, und das bietet uns auch Möglichkeiten, zukünftig eine wirklich positive Entwicklung des Hochschulraums voranzutreiben. Da spielen die FHs eine ganz wichtige Rolle. Deshalb freut es mich besonders, dass wir diesen Antrag heute beschließen. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der FPÖ sowie der Abg. Schwarz.)

21.03


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet hat sich Herr Bundesminister Faßmann. – Bitte.


21.03.29

Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung Dr. Heinz Faßmann: Hohes Haus! Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Gamon, Akkreditierungen sind natür­lich ernsthafte Angelegenheiten. Und ich sage jetzt auch einige Worte zur Begründung, warum es manchmal ein bisschen länger braucht: Akkreditierungen garantieren stu­dierwilligen Personen, dass ein versprochener Studiengang auch wirklich die Qualität bereitstellt, die versprochen wird.

Akkreditierungen sind auch im internationalen Vergleich sehr wichtig, denn wenn ich weiß, dass auch ausländische Studiengänge nach einem, wenn Sie wollen, europäi­schen Muster der Akkreditierung und der Qualitätssicherung genehmigt sind, dann kann ich meine Studierenden hinausschicken, sie wieder empfangen und mir sicher sein, dass die Studienleistungen, die im Ausland erbracht worden sind, Qualität besitzen. Ak­kreditierungen und Auditierungen sind also wichtige Angelegenheiten, und AQ Austria ist daher auch eine sehr wichtige Institution.

Aber Sie haben natürlich vollkommen recht: Das Bessere ist des Guten Feind. Und wenn wir entdecken, dass Akkreditierungsprozeduren für Studiengänge zu lang sind, zu bürokratisch sind, dann wird man das ändern, ohne jedoch auf das Wesentliche zu vergessen, nämlich dabei Qualität zu überprüfen.

Wir führen die Diskussionen mit den Fachhochschulen. Unser Haus überlegt auch, wie man hier bestimmte Vereinfachungen durchführen kann. Die Universitäten – das muss ich auch gleich betonen – sind nicht gekränkt wegen der Fachhochschulen. Die Univer­sitäten sind reif genug, um zu erkennen, dass das eine wertvolle, komplementäre Form im tertiären Bereich ist. Ich sage gar nicht Ergänzung, sondern es ist ein eigenstän­diger Bereich im tertiären Sektor mit einer anderen Aufgabe, mit einer anderen Zielvor­stellung und auch – wenn Sie so wollen – mit einem anderen studentischen Publikum. Dieser Bereich ist längst etabliert und wird nicht infrage gestellt. Wir sind beim Ausbau, auch das ist keine Frage. Wir entwickeln den Fachhochschulentwicklungs- und Finan­zierungsplan. Wir brauchen nur mehr eine Kleinigkeit – und die Kleinigkeit heißt Zu­stimmung des Finanzministeriums –, und dann sind wir auch dort, wo wir gemeinsam – glaube ich – hinwollen.

Ihr Antrag ist also wichtig, ich nehme das gerne auf und kann Ihnen versprechen, dass wir ihn auch mit Qualität sozusagen ausfüllen werden. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)

21.06


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Hofin­ger. – Bitte.

 


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