Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll36. Sitzung, 5. Juli 2018 / Seite 239

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21.06.27

Abgeordneter Ing. Manfred Hofinger (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Herr Bun­desminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Der Abänderungsantrag beschäftigt sich mit der Akkreditierung, also mit der Anerkennung von neuen Studienlehrgängen, und mit der Weiterentwicklung unseres Qualitätsmanagements von Fachhochschulen. Grund­sätzlich möchte ich hier aber, nachdem ja schon sehr viel gesagt worden ist, zu den Fach­hochschulen an sich etwas sagen: Es ist ein Erfolgsmodell, wie es seinesgleichen sucht. Seit 1995 haben wir sehr viele Absolventen an diesen Fachhochschulen. Wir ha­ben zurzeit 51 000 Studierende an den Fachhochschulen, es gibt 14 000 Abgänger pro Jahr. Das spricht, glaube ich, für sich.

Wir haben immer bessere Studienlehrgänge, die sich immer besser an die Wirtschaft anpassen, und daher haben wir da immer weiter steigende Studentenzahlen. Genau deswegen investiert die Regierung in die Fachhochschulen, genauso wie sie in der Ver­gangenheit das Budget der Universitäten angehoben hat. (Abg. Kucher: Das ist neu! Das ist spannend!)

Die Wirtschaftswelt, die ändert sich ständig. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ku­cher.) Genau da ist das Bildungssystem gefragt, Schritt zu halten. Und jeder, der hier herinnen sitzt, aber auch draußen Firmenbesuche macht, hört immer das Gleiche: Es geht um die Facharbeitskräfte. – Deshalb wird jeder Absolvent einer solchen Fach­hochschule händeringend gesucht, um in den Firmen einzusteigen. Deshalb ist es, glaube ich, ganz, ganz wichtig, dass wir genau diesen Bereich, den Bereich der Fach­hochschulen ausbauen.

Wenn ich an mein Heimatbundesland Oberösterreich denke: Wir investieren auch in Oberösterreich sehr viel – 20 Millionen Euro in neue Labor- und Verwaltungsgebäude –; das sind Investitionen in die Zukunft, das sind Investitionen in eine vorausschauende Standortpolitik.

Um diesen schnellen Entwicklungen entsprechen zu können, ist es natürlich wichtig, auch bei den Akkreditierungen und bei den Audits des Qualitätsmanagements Anpas­sungen vorzunehmen; denn diese Akkreditierungen dauern einfach zu lange. Da müs­sen wir flexibleres Handeln ermöglichen. Daher hat unser Bundesminister Faßmann 2017 einen Diskussionsprozess gestartet und führt ihn auch weiter. Ich glaube, wir sind da auf einem sehr guten Weg. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)

21.08


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Ku­cher. – Bitte.


21.09.11

Abgeordneter Philip Kucher (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! (Abg. Martin Graf: Nachwuchstalent! – Ruf bei der FPÖ: Ganz ruhig!) Wir brauchen, glaube ich, gar nicht lange darüber zu diskutieren: Ja, selbstver­ständlich sind wir dafür, dass wir die Akkreditierung von Fachhochschulstudiengängen evaluieren und in diesem Bereich auch besser werden. Nur geht der Antrag in der Form ein bisschen am Problem vorbei. Was helfen denn die besten Studiengänge, wenn die Fachhochschulen kein Geld dafür haben?

Ich darf nur in Erinnerung rufen, dass vor einer Woche der Präsident der Fachhoch­schulkonferenz einen Hilferuf an die Politik abgesendet hat. Ich darf diesbezüglich nur darum bitten, dass wir das ernst nehmen. Der Präsident der Fachhochschulkonferenz hat Bundeskanzler Kurz, der darum gebeten hat, man möge die Bundesregierung an ihren Taten messen, ganz offen Folgendes geschrieben: „Wir würden das gerne tun, nur fehlen im Bereich der Fachhochschulen jedwede Taten, an denen wir die Politik messen könnten“.

 


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