Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll55. Sitzung, 12. und 13. Dezember 2018 / Seite 26

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ungsverhältnisse an den Hochschulen zu verbessern. Dazu wurde den Universitäten die Möglichkeit gegeben, lokal überlaufene Studiengänge zu beschränken.

Wie sehen die aktuellen Zugangsregelungen an österreichischen Universitäten aus be­ziehungsweise welche Studien sind zukünftig zugangsgeregelt?


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Herr Bundesminister, bitte.


Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung Dr. Heinz Faßmann: Wir haben ein System mit zwei unterschiedliche Zugangsregelungen. Das eine ist ein bundesweites Regelungssystem in Studienfeldern wie Architektur, Biologie, Erzie­hungswissenschaften, Fremdsprachen, Informatik, Management, Pharmazie, Publizis­tik und Recht. Das ist bundesweit, da werden bundesweite Zahlen festgelegt und es wird mit den Universitäten ausverhandelt, wer welchen Anteil gleichsam übernimmt.

Daneben gibt es die Möglichkeit der standortspezifischen Regelungen. Wenn eine Uni­versität also sagt, nur bei ihr tritt eine sehr starke Nachfrage nach bestimmten Stu­diengängen auf, kann sie in Abstimmung mit dem Ministerium ein standortspezifisches Zugangsmanagement machen. Das betrifft manche Universitäten in manchen Fächern, beispielsweise die Politikwissenschaft an der Universität Wien oder die Soziologie an der Universität Wien.

Beides zusammen hilft also, auch im Einklang mit der vermehrten Nachfrage in be­stimmten Fächern, eine verbesserte Studiensituation zu kreieren.

09.44.06


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Wir kommen zur 8. Anfrage, jener des Abgeord­neten Kassegger. – Bitte.


Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ): Sehr geehrter Herr Bundesminis­ter, meine Frage betrifft die für die Wettbewerbsfähigkeit und damit auch für die Ar­beitsplätze sehr, sehr wichtigen Mint-Fächer. Ich erkläre: Mint ist eine Abkürzung und steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Wir befinden uns da in der Situation, dass leider viel zu wenige diese Fächer studieren, insbesondere ist auch der Frauenanteil sehr, sehr gering. Die neue Bundesregierung aus ÖVP und FPÖ hat das erkannt und im Regierungsprogramm ist diesem Bereich in mehreren Kapiteln ausreichend Platz geboten, in den Kapiteln Wirtschaft, Bildung, Wissenschaft und Forschung. Wir haben auch auf der Sekundarstufe mit den Höheren Technischen Lehr­anstalten ein internationales Erfolgsmodell.

Meine Frage betrifft jetzt ganz konkret die Fachhochschulen:

88/M

„Welche Maßnahmen setzen Sie im Fachhochschulsektor, um dem großen Bedarf der Wirtschaft und Industrie nach mehr MINT-Absolventinnen und -Absolventen gerecht zu werden?“


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Herr Bundesminister, bitte.


Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung Dr. Heinz Faßmann: Wir haben nun mit den Fachhochschulen einen Entwicklungs- und Finanzierungs­plan 2018 bis 2023 ausgearbeitet und sind jetzt mit den Fachhochschulen auch in einer Diskussionsphase. Er ist noch nicht endgültig verabschiedet, aber wir sehen in dem Entwicklungs- und Finanzierungsplan ein Plus von 3 700 zusätzlichen Studienplätzen vor, insbesondere im Bereich Digitalisierung und im Mint-Bereich.

Zum Mint-Bereich würde ich auch sagen, dass das ein sehr breiter Bereich ist: Natur­wissenschaften kann sehr vieles umfassen, wir konzentrieren uns da insbesondere auf jene Bereiche, die etwas mit Informatik zu tun haben.

 


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