ungsverhältnisse an den Hochschulen zu verbessern. Dazu wurde den Universitäten die Möglichkeit gegeben, lokal überlaufene Studiengänge zu beschränken.
Wie sehen die aktuellen Zugangsregelungen an österreichischen Universitäten aus beziehungsweise welche Studien sind zukünftig zugangsgeregelt?
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Herr Bundesminister, bitte.
Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung Dr. Heinz Faßmann: Wir haben ein System mit zwei unterschiedliche Zugangsregelungen. Das eine ist ein bundesweites Regelungssystem in Studienfeldern wie Architektur, Biologie, Erziehungswissenschaften, Fremdsprachen, Informatik, Management, Pharmazie, Publizistik und Recht. Das ist bundesweit, da werden bundesweite Zahlen festgelegt und es wird mit den Universitäten ausverhandelt, wer welchen Anteil gleichsam übernimmt.
Daneben gibt es die Möglichkeit der standortspezifischen Regelungen. Wenn eine Universität also sagt, nur bei ihr tritt eine sehr starke Nachfrage nach bestimmten Studiengängen auf, kann sie in Abstimmung mit dem Ministerium ein standortspezifisches Zugangsmanagement machen. Das betrifft manche Universitäten in manchen Fächern, beispielsweise die Politikwissenschaft an der Universität Wien oder die Soziologie an der Universität Wien.
Beides zusammen hilft also, auch im Einklang mit der vermehrten Nachfrage in bestimmten Fächern, eine verbesserte Studiensituation zu kreieren.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Wir kommen zur 8. Anfrage, jener des Abgeordneten Kassegger. – Bitte.
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ): Sehr geehrter Herr Bundesminister, meine Frage betrifft die für die Wettbewerbsfähigkeit und damit auch für die Arbeitsplätze sehr, sehr wichtigen Mint-Fächer. Ich erkläre: Mint ist eine Abkürzung und steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Wir befinden uns da in der Situation, dass leider viel zu wenige diese Fächer studieren, insbesondere ist auch der Frauenanteil sehr, sehr gering. Die neue Bundesregierung aus ÖVP und FPÖ hat das erkannt und im Regierungsprogramm ist diesem Bereich in mehreren Kapiteln ausreichend Platz geboten, in den Kapiteln Wirtschaft, Bildung, Wissenschaft und Forschung. Wir haben auch auf der Sekundarstufe mit den Höheren Technischen Lehranstalten ein internationales Erfolgsmodell.
Meine Frage betrifft jetzt ganz konkret die Fachhochschulen:
„Welche Maßnahmen setzen Sie im Fachhochschulsektor, um dem großen Bedarf der Wirtschaft und Industrie nach mehr MINT-Absolventinnen und -Absolventen gerecht zu werden?“
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Herr Bundesminister, bitte.
Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung Dr. Heinz Faßmann: Wir haben nun mit den Fachhochschulen einen Entwicklungs- und Finanzierungsplan 2018 bis 2023 ausgearbeitet und sind jetzt mit den Fachhochschulen auch in einer Diskussionsphase. Er ist noch nicht endgültig verabschiedet, aber wir sehen in dem Entwicklungs- und Finanzierungsplan ein Plus von 3 700 zusätzlichen Studienplätzen vor, insbesondere im Bereich Digitalisierung und im Mint-Bereich.
Zum Mint-Bereich würde ich auch sagen, dass das ein sehr breiter Bereich ist: Naturwissenschaften kann sehr vieles umfassen, wir konzentrieren uns da insbesondere auf jene Bereiche, die etwas mit Informatik zu tun haben.
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