Österreich hat bisher zwei Judo-Weltmeisterschaften ausgetragen: 1975 die Weltmeisterschaften der Männer und 1984 die Weltmeisterschaften der Frauen. Beide Großbewerbe haben entscheidend mitgeholfen, Judo in Österreich zu etablieren, das Interesse an Judo zu steigern und die Athleten zu entwickeln. Medaillen bei den Olympischen Spielen 1984, 1988, 2004 und 2008 waren die Folge dieser positiven Entwicklung.
In der Zeit seither war Österreich Ausrichter von 1 Europameisterschaft Kadetten, 3 Junioren Europameisterschaften, 1 U23-Europameisterschaft, 3 Mannschafts-Europameisterschaften, 1 Europameisterschaft für Blinde und Sehbehinderte, 1 Veteranen-Europameisterschaft und einer Senioren-Europameisterschaft. Seit 1982 werden jährlich Weltturniere / European Open in Österreich veranstaltet, ab 1985 auch internationale Junioren-Turniere, der Junior European Judo Cup in Leibnitz ist einer der größten und am stärksten besetzten der Junior-Worldtour. Das OTC Mittersill ist das größte Judo-Trainingslager weltweit.
Die Veranstalter beziffern die Gesamtkosten für die Durchführung dieser Sportgroßveranstaltung mit € 12,000.000,--. Der Finanzierungsplan sieht Eigenmittel der Veranstalter (Ticketverkauf, Sponsoring) sowie Förderungen vor.
Um die für den Österreichischen Sport im Rahmen der Österreichischen Sportstrategie wichtige Veranstaltung sicherzustellen, ist eine umfassende Förderung durch den Bund notwendig: Die eingesetzten Eigenmittel des Österreichischen Judoverbandes werden € 3.000.000,-- betragen. Weitere Mittel werden durch Werbe- und Sponsoreneinnahmen sowie andere Fördergeber aufgebracht werden; der verbleibende offene Teil wird vom Bund getragen.
Die unterzeichneten Abgeordneten stellen daher folgenden
Entschließungsantrag
Der Nationalrat wolle beschließen:
„Die Bundesregierung wird ersucht, die Durchführung der Judo Weltmeisterschaften 2021 in Österreich weiterhin bestmöglich zu unterstützen, damit ein reibungsloser Ablauf der Veranstaltung gewährleistet ist und diese Weltmeisterschaft auch optimal für die Bewerbung des Sportlandes Österreich genutzt wird.“
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Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Der Antrag ist ordnungsgemäß eingebracht, ausreichend unterstützt und steht mit in Verhandlung.
Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Reifenberger. – Bitte.
Abgeordneter Ing. Mag. Volker Reifenberger (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Besuchergalerie! Der heimische Sport lebt vom Ehrenamt. Der heimische Sport lebt vom Ehrenamt – diesen Satz kann man gar nicht oft genug sagen und betonen. Ohne die unglaublichen Leistungen der vielen ehrenamtlichen Funktionäre wäre die österreichische Sportlandschaft, so wie Sie sie kennen, nicht vorstellbar.
Ich möchte ein Beispiel exemplarisch nennen, das natürlich für viele Tausende andere Sportfunktionäre auch steht: Im Skiclub Salzburg, bei dem ich selbst Mitglied bin, hatten wir einen geschäftsführenden Obmann, der 42 Jahre lang – 42 Jahre! – die Obmannfunktion ehrenamtlich ausgeübt hat. Dieser Mann hat also den größten Teil seiner
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